• Hey folks!

    I just wanted to let you all know that the lists of my personal top twenty records of the years 2010 and 2011 have gone online right now. There are some rather famous metal albums included but also a couple of surprises from different genres that you should definitely check out. Get inspired by my tastes and have an open mind for something new while you follow all of my recent activities on this personal and unique blogue. If you want to know more about this new section, you're better off checking out the following links:

    2010: www.metal-observer.com/articles.php?lid=1&sid=3&id=18498&top=2010

    2011: www.metal-observer.com/articles.php?lid=1&sid=3&id=18498&top=2011

    Have fun and take care!

    Sebastian Kluth

    Partager via Gmail Delicious Technorati Yahoo! Google Bookmarks Blogmarks

  • The Woman In Black (2012)

     

    The Woman In Black is a visually stylish and authentic ghost story with a haunting atmosphere and a solid acting that is set in the early twentieth century in an isolated British village.

    Even though the story as well as the ending of the movie are rather predictable, they are so well designed and acted that this doesn't disturb the entertaining enjoyment of the movie. The movie still has still some very gripping and memorable scenes even if the story itself is not the best one that could have been chosen as a remake.

    This movie will definitely put you on the edges of your seats and is nothing for weak-heartened people as it is really scary at some points. It's probably the most intense horror movie since "Insidious". The movie works a lot with light and especially sound effects so you have to watch this in your local cinema to fully enjoy this picture.

    In the end, after a rather disappointing second half of the cinematic year 2011, this new year starts in a very satisfying manner with movie highlights such as "The Grey" or "The Woman In Black" that make me look forward to discover a bunch of other movies within the next few weeks.

    Partager via Gmail Delicious Technorati Yahoo! Google Bookmarks Blogmarks Pin It

  •  

     

     

    Kapitel 26: Donnerstag, 10 Uhr 55, Schlossgarten 


    Thomas und Mamadou hatten sich durch den peitschenden Regen und die matschige Wiese gekämpft. Hinter den Vogelhäusern befand sich eine Art Beet, welches notdürftig durch ein schräges Holzdach abgeschirmt war. Der Wind drängte den Regen dennoch mit enormer Wucht in Richtung der Blumen, sodass Thomas große Zweifel daran hatte, ob die Pflanzen die nächsten Tage überleben würden.

     

    Das Beet war in zwei Abschnitte unterteilt. Auf der linken Seite waren etwas erhöht einige Geranien eingepflanzt worden, während auf der anderen Seite einige Rosen ihren Platz gefunden hatten. Der Boden war matschig und die beiden Polizisten waren wie so oft in letzter Zeit wieder einmal bis auf die Knochen durchweicht.

     

     

    Mamadou hatte gerade eine verdächtige Stelle entdeckt und sich gebückt. Einige dornige Rosenstängel ragten wie hilflose Strohhalme aus dem nassen Beet, der Rest der Pflanzen war sorgfältig abgetrennt worden. Der mysteriöse Bote, welcher der toten Französin im namen von Thomas die Rosen ausgeliefert hatte, schien nicht gelogen zu haben und die Pflanzen tatsächlich aus diesem Beet im Verlauf der letzten Nacht entfernt zu haben. Mamadou untersuchte weiterhin die nähere Umgebung, doch nach wenigen Momenten schüttelte er hoffnungslos den Kopf und wandte sich zu seinem schottischen Kollegen um.

    „Hier finden wir sicher keine Spuren mehr. Der Regen hat alles fortgewischt.“, stellte der Afrikaner resigniert fest, doch Thomas wollte nicht aufgeben. Er selbst war in den Verdacht geraten, ein gewissenloser Mörder zu sein und dieser Vorwurf trieb ihn noch weiter dazu an, dem wahren Täter auf die Schliche kommen zu wollen.

     

    Mühsam wühlte er in der nassen Erde herum, wischte sich verbissen die Haarstränen aus dem Gesicht und störte sich nicht daran, dass er mit seinen Armen die Dornen der Rosen touchierte und mehrere blutige Striemen riskierte. Fieberhaft suchte er weiter und auch Mamadou wollte nicht weiter tatenlos umherstehen und unterstützte seinen Freund, auch wenn er dies nach einiger Zeit mit entnervter Miene tat.

     

    Mit einem Mal sah Thomas ein Blinken innerhalb des aufgewühlten grauen Schlamms und griff nach einem Objekt, das wie ein Schlüsselanhänger aussah und völlig verdreckt war. Mühsam kratzte er die feuchte Erde von dem Objekt, kroch aus dem Blumenbeet hervor und zeigte seinem Begleiter den Fund, der mittlerweile auch aufmerksam geworden war.

     

    Der Schlüsselanhänger war etwa fünf Zentimeter lang und ein wenig oval geformt. Thomas warf einen Blick auf das Bild eines älteren Mannes, der vor einer Art Pult stand und einen energischen Blick hatte. Thomas überlegte lange und auch Mamadou machte eine nachdenkliche Miene.

     

    „Ich habe diesen Mann noch nie gesehen.“, stellte der Ghanaer ratlos fest.

     

    „Ich auch nicht. Er erinnert mich an einen Politiker.“, mutmaßte Thomas nach einer Weile des bedrückenden Schweigens.

     

    „Vielleicht sollten wir dann Gwang-jo danach fragen. Er hat immerhin Politikwissenschaften studiert.“, schlug Mamadou vor.

     

    „Ich weiß nicht. Er hat das Studium abgebrochen und wird nicht unbedingt viel wissen.“, entgegnete Thomas mit Zurückhaltung.

     

    „Jetzt hör mir mal zu. Ich kann ja verstehen, dass du von dem Typen nicht viel hältst, aber in solch einer Situation brauchen wir jede Unterstützung. Mir gefällt es auch nicht von so einem hinterhältigen Egomanen abhängig zu sein, aber das ist unsere erste heiße Spur.“, entgegnete Mamadou energisch und hatte den Schotten kräftig an beiden Schultern gepackt und sah ihn dabei scharf an.  

     

    Thomas senkte den Kopf und sah insgeheim ein, dass sein Begleiter ihn durchschaut hatte. Nachdenklich fixierte er das Bild des Mannes noch einmal und erkannte mit einem Mal zwei kleine Buchstaben, die in der unteren Ecke des Bildes undeutliches zu erkennen waren. Thomas kniff die Augen zusammen und wies mit dem Zeigefinger auf die Stelle. Mamadou beugte sich zu ihm und erkannte die Buchstaben mit wachen Augen.

     

    „P.Q.“, murmelte er nachdenklich und wiederholte beide Buchstaben.

     

    „Ich kenne niemanden, auf den diese Initialen passen würden.“, stellte Thomas fest und wog das Fundstück nachdenklich in seinen Händen.

     

    „Es müssen ja nicht unbedingt Initialien sein.“, stellte Mamadou mahnend fest und wollte seinen Gedanken weiter ausführen, als er ein finsteres Knurren hörte.

     

    Auch Thomas hatte das Geräusch bemerkt und fuhr herum. Im dichten Regenfall konnte er das Geräusch nicht genau orten und drehte sich hektisch und verschreckt um die eigene Achse. Mamadou spähte in alle Richtungen und behielt die Ruhe, bis sich das Knurren wiederholte. Jetzt reagierte auch der sonst so besonnene Afrikaner erschrocken.

     

    „Das ist der Wolf!“, hauchte er nervös und blickte unwillkürlich in das nahe Dickicht.

     

    Auch Thomas sah jetzt näher dorthin, als sich das aggressive Knurren ein drittes Mal wiederholte. Er glaubte einen dunklen Schatten zu sehen und seine düstere Ahnung wurde zur Gewissheit, als das Wesen mit behänden Sprüngen aus dem schützenden Wald pirschte und Kurs auf die beiden hilflosen Polizisten nahm. Der Wolf fletschte seine Zähne, die unheimlich fahl blinkten, die graugrünen Augen wirkten erbarmungslos und das Tier schlug einen hastigen Haken. Mamadou riss die Waffe, die er immer bei sich trug aus seinem, aus seiner hinteren Hosentasche, entsicherte sie in aller Eile und taumelte einige Schritte zurück. Thomas hatte sich inzwischen behände umgedreht und sprintete in Richtung des Schlosses, in der Hoffnung schneller zu sein als die Bestie.

     

    Der Schrei seines Kollegen ließ ihn zusammenfahren und er drehte sich eilig um. Der Afrikaner war nicht mehr zum Schuss gekommen und der zügellose Wolf hatte sich mit voller Wucht auf seinen menschlichen Gegner gestürzt. Beide waren hingefallen. Die Bestie stemmte ihre Hinterläufe in den nassen Boden und seine Vorderläufe auf die Brust des Afrikaners, der mit letzter Kraft und beiden Händen die gefährliche Schnauze der Bestie zudrückte, sodass sie nicht mehr zubeißen konnte. Seine Waffe war nutzlos geworden und lag einige Meter von ihm entfernt im Schlamm.

     

    Mit verzerrter Miene kämpfte Mamadou gegen die Urgewalt des Tieres an und seine starken Arme zitterten dabei, während der winselnde Wolf sich von einer Seite zur anderen drehte und seine monströse Schnauze aus der eisernen Umklammerung zu befreien versuchte. Lange würde der Afrikaner den Bemühungen nicht mehr Stand halten.

     

    Thomas musste eingreifen, atmete tief durch und rannte mit pochendem Herzschlag auf die Kämpfenden zu und verschaffte sich mit einem wilden Schrei selbst Mut. Der Wolf zuckte zur Seite, durchbrach die Umklammerung des Afrikaners, spitzte die Ohren und bleckte die Zähne. Er warf dem heraneilenden Schotten einen bösen Blick zu und kümmerte sich nicht mehr um den hilflosen Ghanaer. Stattdessen eilte er geschwind auf sein neues Ziel zu, während Thomas verzweifelt überlegte, wie er dem entfesselten Angreifer noch ausweichen konnte. Er fasste den eiligen Entschluss die Bestie mit einem schnellen Tritt aus dem Lauf heraus ausschalten zu wollen, bewegte seine Arme nach hinten in die Höhe und rückte sich energisch ab. Thomas erkannte mit grausigem Schrecken, dass er nur eine einzige Chance haben würde und bei einem Fehlversuch möglicherweise mit seinem Leben oder zumindest schweren Verletzungen bezahlen müsste. Diese schockierende Tatsache lähmte seine sonst so flinken Bewegungsabläufe und der Schotte kam sich viel zu langsam, ungelenk und wie in Watte gepackt vor, als ob er sich selbst von außen aus einer Zeitlupeneinstellung heraus betrachten würde.

     

    Die Natur spielte dem Schotten gleich zwei Streiche, die seinen Angriff kläglich scheitern ließen. Zum Einen schien der Wolf die Aktion bereits geahnt zu haben und hatte einen gedankenschnellen Haken geschlagen, sodass Thomas das Ziel wohl ohnehin verfehlt hätte. Zum Anderen rutschte er mit dem rechten Standbein auf der nassen Wiese aus, geriet ins Schleudern und fiel hart auf den Rücken.

     

    Er konnte den Sturz noch mit den Armen abfangen, rollte sich zur Seite und wollte aufstehen, als der Wolf bereits mit geöffnetem Maul auf ihn zujagte.

     

    Thomas wusste selbst nicht genau, wie er es noch schaffte, die Faust hochzubekommen, doch er hatte das unwahrscheinliche Glück, dass er mit ihr genau die Augen des Gegners traf, der winselnd aufheulte und mit verlangsamter Kraft auf den Oberkörper des Schotten prallte. Die Bestie sprang von ihm herunter und fuhr herum und begann ihn drohend zu umkreisen. Der Wolf schien sich zunächst von dem Schlag erholen zu wollen, doch das unheimliche Wesen schien bereits zu ahnen, dass seine Beute ihm jetzt nicht mehr entkommen könnte.

     

    Thomas fühlte sich wie gelähmt und zitterte doch am ganzen Leib vor Angst und Kälte. Er verwarf den Gedanken eines schnellen Fluchtversuches direkt wieder, denn damit würde er die Bestie nur weiter provozieren und er wäre zudem in jedem fall langsamer als sie. Der Schotte sah für sich plötzlich keine Möglichkeiten mehr. Die Kreise des Wolfes wurden immer enger und die Bestie starrte ihn aus kalten und ausdruckslosen Augen erbarmungslos an. Das Wesen stemmte sich ein wenig mehr auf die Hinterläufe und war jeden Moment zum Absprung bereit.

     

    Mit einem Schaudern lenkte Thomas seinen Blick von der Bestie ab und starrte in die andere Richtung, wo sich noch sein afrikanischer Kollege befand. Der angeschlagene Mamadou, den Thomas ursprünglich durch seinen Auftritt gerettet hatte, war jetzt seine allerletzte Hoffnung.

     

    In einigen Metern Entfernung stand der Ghanaer, der sich mühsam aufgerappelt und seine Pistole aufgehoben hatte und angestrengt auf den Wolf zielte, der sich jedoch flink um den Schotten herum bewegte, sodass der Afrikaner bei der schlechten Sicht keinen Schuss wagen wollte. Nervös und leicht humpelnd eilte er den beiden Kämpfenden entgegen und hatte mit einem Mal eine gute Schussposition. Er nahm einen tiefen Atemzug, ging in die Knie und blickte in das Gesicht des knurrenden Wolfes, der sich der Gefahr bewusst geworden war und mit einem Mal steif verharrte.

     

    Doch in diesem Moment kam plötzlich alles ganz anders.

     

    Für wenige Sekunden standen Mensch und Tier von Angesicht zu Angesicht in einem tödlichen Kampf gegenüber. Der Moment der Entscheidung war gekommen.

     

    Partager via Gmail Delicious Technorati Yahoo! Google Bookmarks Blogmarks

  • La vingt-huitième édition de Saguenay en Neige se déroule actuellement du 2 au 12 février dans le Parc de la Rivière-aux-Sables à Jonquière sous la thématique «retombez en enfance». Le festival met en scène une panoplie de sculptures sur neige allant des contributions des différentes écoles secondaires de la Commission scolaire de la Jonquière jusqu’aux participations des professionnels venant autant de la région comme de Saint-Gédéon que d’autres provinces canadiennes comme le Nouveau-Brunswick avec leurs œuvres géantes suivant la thématique de cette année. Avec plus d’un millier d’inscriptions et environ deux cents sculptures, les spectateurs peuvent ainsi observer des concours scolaire, amateur et professionnel ainsi que quelques participations hors concours. Le site du festival est facilement accessible. Il suffit de prendre l’autobus à l’autogare de Chicoutimi en direction de Jonquière pendant une bonne trentaine de minutes et de faire cinq à dix minutes de marche par la suite en passant par le centre-ville de la ville voisine de Chicoutimi.


    En plus des concours et expositions, il y a deux grandes glissades sur lesquelles les petits autant que les grands peuvent amplement s’amuser, une place pour faire du jumpaï et également des endroits pour faire de l’escalade. Dans le Pavillon Nikitoutagan, les visiteurs ont l’occasion de se réchauffer, mais ils peuvent également acheter des petits trucs à grignoter ou encore assister à quelques animations allant du karaoké aux ateliers de danse latine ou encore à des spectacles de groupes comme les BB, Arthur l’aventurier, Bodh’aktan ainsi que Lili et Virus. Des activités spéciales comme une visite de l’équipe de hockey des Saguenéens de Chicoutimi ainsi qu’un feu d’artifice inaugural très coloré, étonnamment diversifié et bien visité qui durait une bonne quinzaine de minutes couronnent une programmation des plus diversifiées cette année. Profitez donc des dernières journées pour faire un tour à Jonquière surtout lorsque le beau temps d’hiver avec beaucoup de soleil joue en avantage de ce festival. Notez qu’il y a même des journées spéciales pour les personnes vivant avec un handicap et leurs amis, les jeunes des garderies ou les élèves des écoles primaires. Ainsi, tout le monde peut aisément participer à ce festival traditionnel gratuit qui sait toujours attirer des visiteurs de proche et de loin.


    Ceux et celles qui aiment le festival pourraient aussi essayer de se rendre à Saint-Gédéon où se déroule l’onzième édition du Festival des Glaces entre le 17 et le 26 février. À part de la participation de sculpteurs de glace amateurs et professionnels, le festival offre des activités diversifiées et différentes de Saguenay en Neige comme un tournoi de poker, une course de motoneiges ou encore les Olympiades hivernales pour toute la famille. Le seul bémol est la question du transport car le village est difficile sinon impossible d’accès pour ceux et celles qui n’ont pas de voiture et qui comptent encore en vain sur les transports en commun. Il faut donc organiser un covoiturage ou proposer une petite excursion organisée à partir de l’université.

     

    Sinon, il reste toujours la finale du championnat du Red Bull Crashed Ice à l’extérieur de la région dans la ville de Québec qui se déroulera entre le 15 et le 17 mars prochain. Après quelques tentatives échouées, j’aimerais bien assister à cet événement attirant une foule de près de 100,000 personnes à chaque année même si je vais être en fin de session intensive déjà vu que mon trimestre se terminera avec un stage de cinq semaines que je ferai à Sept-Îles. Avec cette belle brochette d’activités, l’hiver au Québec ne devient donc jamais trop long et ennuyant et au lieu de s’ennuyer du beau printemps, je vous conseille de profiter de cette saison intense qui est actuellement à sa plus belle apogée.

    Partager via Gmail Delicious Technorati Yahoo! Google Bookmarks Blogmarks

  • Kapitel 25: Donnerstag, 10 Uhr 29, Speisesaal

    „Du lässt dich generell viel zu leicht von irgendwelchen illusorischen Gefühlen leiten. Ein wenig mehr Realismus und Besonnenheit täten dir ganz gut, dann würdest du auch ganz klar erkennen, wer für eine solche Taten Frage kommt, anstatt hier ideenlos zu argumentieren!“, kritisierte Doktor Wohlfahrt gerade seine eigene Gattin, die wie ein Raubtier in einem Käfig nervös durch den Speisesaal lief und dabei unbewusst an ihren Fingernägeln knabberte.


    Björn Ansgar Lykström wollte irgendetwas erwähnen, um seine Geliebte zu verteidigen, die sich in den letzten Minuten von ihrem Gatten in ein giftiges Streitgespräch hatte drängen lassen, und den finsteren Direktor in die Schranken zu weisen, doch in diesem Moment betraten Mamadou Kharissimi und Thomas Jason Smith aufgeregt den Speisesaal und traten zu ihnen.


    Thomas hatte inzwischen ein paar Handschuhe angezogen, die er eher zufällig mitgebracht hatte und hielt in ihnen ein edel erscheinendes Briefpapier. Wortlos entfaltete er den Brief und legte ihn in die Mitte des Tisches. Alle Anwesenden vergaßen die vorhergegangenen Streitereien und scharten sich neugierig und nervös um den grimmig blickenden Schotten. In einer Mischung aus Entsetzen und Unglauben lasen sie gemeinsam die eng verschnörkelte, aber durchaus lesbare Schrift. Thomas las den Inhalt noch einmal mit leicht zitternder Stimme vor, während die Anderen ihm mit gemischten Gefühlen dabei zusahen.


    „Liebe Jeanette, ich schicke dir diese kurze Nachricht, um mich noch einmal für mein ungestümes Vorgehen gestern Abend zu entschuldigen. Ich weiß, dass du viel durchmachen musstest. Ich versichere dir, dass ich alles daran setzen werde den Mörder von Malcolm zu finden. Als kleine Entschädigung für mein fehlerhaftes Verhalten, schicke ich dir diese Schachtel, mit den Pralinen, die du damals schon immer so sehr gemocht hast. Zudem habe ich mir erlaubt dir einen kleinen Strauß mit fünfzehn Rosen dazu zu geben. Ich hoffe, dass sie dir gefallen, ich habe sie heimlich aus dem Garten des Schlosses entwendet. Wie du siehst, mir ist nichts zu teuer und umständlich für dich. Trotz aller Gefahren und dem schlechten Wetter, habe ich die gestrige Nacht damit verbracht dir irgendwie eine Freude zu bieten. Du bist mein Sonnenschein, egal wie dunkel die Wolken des Schicksals auch sein mögen. Du bist meine ewige Liebe und tausend Worte könnten nicht genug sein, um das auszudrücken, was ich für dich seit jeher fühle. Allein für dich hat sich meine Teilnahme an diesem Ausflug gelohnt. Herzliche Grüße von deinem ewigen Verehrer – Thomas Jason Smith.“, schloss der schottische Polizist mit brüchiger Stimme.


    Die Anwesenden starrten sich schweigend und betreten an. Thomas erwartete wieder irgendeine negative Reaktion, doch die erfolgte zunächst nicht. Jeder schien auf seine Art und Weise im Stillen die neuen Erkenntnisse erst einmal zu verdauen. Thomas schluckte und blickte nervös seine Mitmenschen an. Der Schweiß lief ihm aus allen Poren, er bekam mit einem Mal viel schlechter Luft und schwankte leicht einen Schritt nach hinten. Mit einem drückenden Gefühl im Magen betrachtete er den Schuldirektor, der ihn mit unverhohlener Feindseligkeit anblickte und triumphierend und grimmig zugleich lächelte. Seine Frau blickte konsterniert weg vom Tisch und hatte ihre Arme auf die Tischplatte gestützt. Traurig schüttelte sie den Kopf. Neben ihr stand ihr schwedischer Liebhaber, der missmutig auf den Brief starrte, als ob er nur eine Sinnestäuschung wäre. Mamadou hatte sich neben die Tischplatte gekniet und kraulte sich nervös an seinem Kinn.


    „Ihr sagt alle nichts.“, stellte Thomas nach einigen Momenten des Schweigens halb wütend, halb enttäuscht fest. Auch jetzt reagierte keiner der Anwesenden und Thomas ging kopfschüttelnd hin und her und ließ sich schließlich kraftlos auf einen Stuhl fallen. Nervös verbarg er sein Gesicht in den Händen und atmete tief durch.


    „Ich habe diesen Brief im Zimmer von Jeanette gefunden, direkt auf ihrem Bett, neben der angebrochenen Schachtel mit den Pralinen. Sie müssen heute Morgen vor ihrer Tür gelegen haben.“, erläuterte Thomas nach einiger Zeit.


    Die Anwesenden reagierten nicht, sondern wirkten immer noch überrascht. Nervös räusperte sich der Schlossherr und lächelte Thomas höhnisch entgegen. Seine Gattin blickte nur betreten zu Boden und unterdrückte ihre Tränen, während ihr Liebhaber nah bei ihr stand, geistesabwesend ihre Hand hielt und Thomas eingehend musterte.


    „Ich weiß, was ihr jetzt von mir denkt.“


    Thomas hob seinen Blick, doch niemand blickte ihn an. Diese Einsamkeit und Ignoranz schmerzte ihn viel mehr, als eine offene Kritik, mit der er zunächst gerechnet hatte. Ungehalten sprang er auf und ließ seinem Unmut endlich freien Lauf.


    „Es ist aber nicht so wie ihr denkt. Ich bin kein Mörder. Genauso wie gestern das Trikot und der Liebesbrief von Jeanette präpariert worden sind, so wurde ich heute das Opfer der Person, die hinter all diesen Ereignissen steckt. Ich hätte euch ja wohl unmöglich den Beweis zu meiner eigenen Schuld jetzt abgeliefert, das müsst ihr doch einsehen! Ich weiß nicht, warum dieser erbärmliche Mörder uns alle gegeneinander aufhetzen will, aber wir müssen genau das Gegenteil von dem tun, was er erwartet. Wir müssen zusammenhalten und die Sache aufklären.“, sprach der junge Schotte sie voller Elan und Verzweiflung an.


    „Er hat recht. Gestern ist er im Zimmer des Toten niedergeschlagen worden, nachdem er einen gefälschten Liebesbrief an Malcolm, signiert von Jeanette, dort gefunden hatte. Der Täter verteilt jedem Opfer ein Geschenk und sobald er oder sie dieses öffnet oder benutzt, ist das endgültige Todesurteil praktisch unterschrieben. Die Person, die all dies tut, muss uns alle sehr gut kennen, sowohl die Vorlieben, als auch Beziehung der Toten und Verdächtigen untereinander.“, pflichtete Mamadou ihm schließlich bei und blickte die drei anderen Anwesenden erwartungsvoll und beinahe sanft an.


    Unwirsch erhob sich der Schlossherr aus seiner starren Position und fuchtelte wild mit den Händen in der Luft.


    „Sie versuchen uns hier irgendetwas von einer Verschwörung einzureden und verdrehen die Tatsachen. Mich legt ihr nicht rein. Ich werde jetzt auf der Stelle meinen Butler rufen und er wird diesen Mörder fesseln und knebeln und in die Maschinenräume meiner Yacht verfrachten. Sobald wir die Küste erreicht haben, werden wir ihn der örtlichen Polizei überliefern.“, erklärte er mit vor Wut zitternder Stimme und wies anklagend auf Thomas Jason Smith, der verbittert den Kopf schüttelte.


    „Jetzt sind Sie verzweifelt und suchen nach dem erstmöglichen Sündenbock.“, warf Mamadou ihm vor und in diesem Moment rastete der alte Direktor völlig aus.


    Er eilte unwahrscheinlich behände auf den Afrikaner zu, näherte seinen drohenden Zeigefinger furchtlos ganz nah dessen Gesicht an und blickte ihn mit unbarmherziger Brutalität an. Sein Gesicht hatte sich rot gefärbt und er atmete geräuschvoll ein.


    „Noch bin ich der Herr in diesem Schloss und ich werde bestimmen, was zu tun ist. Mir ist völlig egal, was ihr redet. Dieser Mann ist für mich der Schuldige und ihr könnt mir nicht das Gegenteil beweisen oder gar einen anderen Sündenbock liefern.“, ereiferte er sich und wandte sich energisch Thomas zu, der verwundert nach hinten wich und um ein Haar über eine Teppichkante stolperte.


    „Du wirst gar nichts entscheiden. Nicht du bist der Herr des Hauses, sondern ich. Es ist das Schloss meiner Familie und noch bestimme ich hier, trotz deines arroganten Despotismus. Du wirst ihn nicht einsperren.“, mischte sich Magdalena Osario ein und wandte sich erstmals konkret gegen ihren abscheulichen Ehemann.


    Der Österreicher fuhr grob herum, blickte die junge Spanierin erst verdutzt, dann empört an und raste mit einem mal wie ein Irrer auf sie zu. Drohend ballte er seine rechte Hand zur Faust und herrschte sie an.


    „Du wagst es, das Wort gegen mich zu erheben, du undankbare Schlampe?“, schrie er außer sich und beschleunigte seine Schritte, als er völlig unerwartet von der Seite einen Hieb gegen die Schläfe erhielt und brutal zu Boden geschleudert wurde.


    Mit einem Schmerzensschrei fuhr der Direktor herum und blickte in die wütende Fratze des schwedischen Lehrers, der sich breitbeinig und drohend vor ihm aufbaute. Magdalena Osario rannte verschreckt auf ihn zu und klammerte sich ängstlich an seinen Arm.


    „Du hast sie lange genug so behandelt, damit ist jetzt Schluss.“, herrschte Björn Ansgar Lykström ihn an und sah mit Genugtuung, wie sich der Österreicher mühsam und stöhnend aufrappelte. Zunächst sah es so aus, als wolle sich der Schlossherr unmittelbar auf seinen Gegner stürzen, doch mit einem Mal wandte er sich wutschnaubend um und hastete ohne sich umzublicken auf die Tür zu seinem Arbeitszimmer hin, die er wuchtig hinter sich zuwarf.


    „Du hättest es nicht tun sollen, er wird sich furchtbar rächen.“, warf Magdalena Osario ein.


    „Er hat es nicht anders verdient. Unsere Zeit ist gekommen und auch er weiß es und wird es nicht verhindern können.“, antwortete der Schwede mit grimmiger Miene.


    Thomas und Mamadou blickten sich sprachlos an, als der Schwede zu ihnen trat.


    „Wir werden schon gemeinsam zu verhindern wissen, dass er irgendetwas Unüberlegtes tut. Ich denke, wir sollten so schnell wie möglich die Abreise vorbereiten.“, meinte er.


    „Sie glauben also an meine Unschuld?“, fragte Thomas Jason Smith geradeheraus.


    Sein Gegenüber überlegte kurz und fixierte ihn eindringlich, bevor er grimmig mit dem Kopf nickte und ihm die Hand auf die Schulter legte.


    „Sie sind gewiss kein Mörder. Der Typ sind Sie einfach nie gewesen, auch schon zu Schulzeiten nicht. Sie sind zwar emotional und nach außen hin hart, aber sie haben einen weichen und ehrlichen Kern“, erwiderte er einfühlsam.


    Beide blickten sich eindringlich an, bis Mamadou dazwischen trat.


    „Damit wäre das geklärt. Wir sollten uns aber nicht ausruhen. In diesem ominösen Brief war vom Garten die Rede. Irgendwer wird dort die Rosen gepflückt haben, denn wo sollte es sonst welche hier geben. Vielleicht finden wir dort ja irgendwelche Spuren.“, warf er mit neuem Optimismus und Tatendrang ein.


    „So ein Profi macht keine Fehler.“, entgegnete Thomas resigniert, doch Mamadou klopfte ihm auf die Schulter und lächelte tiefgründig.


    „Das gilt es herauszufinden. Jeder macht Fehler.“

    Partager via Gmail Delicious Technorati Yahoo! Google Bookmarks Blogmarks