• Baroness - Yellow & Green (2012) (8,5/10)

    Genre: Progressive Rock
    Label: Relapse Records
    Spielzeit: 74:59
    Band homepage: Baroness

    Tracklist:

    Yellow

     

    1. Yellow Theme
    2. Take My Bones Away
    3. March To The Sea
    4. Little Things
    5. Twinkler
    6. Cocainium
    7. Back Where I Belong
    8. Sea Lungs
    9. Eula

     

    Green

     

    1. Green Theme
    2. Board Up The House33
    3. Mtns. (The Crown & Anchor)
    4. Foolsong
    5. Collapse
    6. Psalms Alive
    7. Stretchmarker
    8. The Line Between
    9. If I Forget Thee, Lowcountry

     

    Baroness - Yellow & Green 

    Um die Gruppierung BARONESS wurde im letzten Jahr in der Metalszene mächtig Rummel gemacht, aber so richtig einleuchten möchte mir die ganze Aufregung nicht.

    Das Trio und mittlerweile gar wieder Quartett hat ganz sicherlich ein Gespür für tolle Ohrwürmer, auf denen es auf dem Doppelalbum „Yellow & Green“ nur so wimmelt, gerade bei etwas kommerzielleren Nummern wie „Take My Bones Away“ oder auch „Board Up The House“.

    Auch künstlerisch ist die Gruppierung durchaus interessant, denn die Covergestaltung und auch das schön ausgeschmückte Booklet mit Zeichnungen von John Baizley sind echte Hingucker.

    Die Band hat auch einige progressiv-psychedelische Glanzstücke vorzuweisen, die manchmal leicht folkloristische Einschläge haben, wobei ich hier das verträumte „Twinkler“ sowie auch das epische „Eula“ richtig stark finde. Auch die verspielten Instrumentalstücke der Band fügen sich daher wunderbar ins Gesamtgefüge ein. Überhaupt sind die Übergänge zwischen den Liedern angenehm flüssig und kurzweilig gestaltet. Meine Lieblinge von den akustischeren Stücken ist vermutlich „Green Theme“, das wunderbar in die zweite Hälfte des Doppelalbums startet, sowie das abschließend sehr entspannte und schön betitelte „If I Forget Thee, Lowcountry“. Dennoch finde ich die erste Partie insgesamt klar besser als die zweite. Sie wirkt auf mich abwechslungsreicher, aber auch ohrwurmlastiger und offenbart eine nahezu perfekte Mischung aus beiden Komponenten, während der zweite Teil nicht ganz so einprägsam und leicht verdaulich wirkt.

    Persönlich sagt mir dieses Doppelalbum also sehr zu, denn die Mischung aus progressiven und kommerziellen Klängen gelingt erstaunlich gut und wurde im letzten Jahr lediglich von RUSH und vielleicht noch DISSONA übertroffen, wobei die beiden Bands kaum mit dieser Art getragener, psychedelischer und leicht Sludge-Rock-geprägten Ausrichtung verglichen werden können. Mit Metal hat das Ganze aber überhaupt nichts zu tun.

    Der Sänger erinnert mich ganz stark an Chad Robert Kroeger von NICKELBACK, der ja gerne schon mal als langweilig, lächerlich und hässlich bezeichnet wird, für mich aber ein sehr charismatisches Gesangsorgan besitzt und mit seiner Band viel richtig macht. So klingen BARONESS auf diesem Doppelalbum für mich leicht nach den etwas experimentierfreudigeren Stücken der vom Grunge geprägten Anfangszeit der kanadischen band, die später zu Weltruhm gelangen sollte. Da werden die Elitisten nun laut aufschreien und sich empört abwenden, aber der Gesang passt hier wirklich perfekt.

    Unter dem Strich wurde hier sicherlich viel Lärm um Nichts gemacht, aber dennoch bietet dieses Doppelalbum ohne Zweifel  anderthalb Stunden ziemlcih gute Musik zwischen progressiver Verklärtheit und etwas rockigeren Ohrwurmnummer mit Elementen aus den Genres Folk, Grunge und Sludge. Wenn man sich beim nächsten Mal vielleicht auf ungefähr zwölf bis vierzehn Nummern und eine Spielzeit von einer knappen Stunde auf hohem Niveau einigen könnte, dann hätte diese Band sicherlich das Zeug das alternative Album des Jahrzehntes abzuliefern. Nach rot, blau, gelb und grün würde der Band vielleicht einmal pink wie PINK FLOYD gut zurecht stehen, vielleicht aber auch purpurrot wie DEEP PURPLE oder am besten sogar karmesinrot wie KING CRIMSON, denn diese Bands könnten vielleicht eines Tages würdevoll von BARONESS beerbt werden, die hier einen ganzen großen Schritt Richtung Progressive Rock Olymp machen.

    (Online 29. Januar 2013)

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