• Holy Knights - Between Daylight And Pain (2012) (7,5/10)

    Genre: Power Metal / Symphonic Metal
    Label: Eigenproduktion
    Spielzeit: 46:51
    Band homepage: Holy Knights

    Tracklist:

    1. Mistery
    2. Frozen Paradise
    3. Beyond The Mist
    4. 11 September
    5. Glass Room
    6. Wasted Time
    7. Awake
    8. The Turning To The Madness
    9. Resolution (ROMANTIC MODE Cover) (Bonus Track)

     

    Holy Knights - Between Daylight And Pain
    HOLY KNIGHTS sind eine Symphonic Power Metal Band aus Palermo in Sizilien, die sich nach zehnjähriger Abstinenz mit ihrem zweiten Studioalbum “Between Daylight And Pain” zurück meldet. Wenn man von italienischem Power Metal spricht, dann kommt man schnell auf Namen wie DOMINE, LABYRINTH, VISION DIVINE und natürlich den weltbekannten RHAPSODY OF FIRE. Tatsächlich schlagen auch HOLY KNIGHTS in eine ganz ähnliche Kerbe und vermischen einerseits neoklassischen Power Metal zwischen positiven und schnellen Liedern mit etwas epischeren und getrageneren Stücken.

    Dabei erfindet das Trio das Genre gewiss nicht neu, ist aber vor allem unterhaltsam und kurzweilig. Manchmal ist das Ganze dann aber auch etwas zu kurzweilig, denn die reguläre Version hat gerade mal eine Spielzeit von knapp vierzig Minuten, wobei am Ende jedes Liedes eine manchmal über zehnsekündige Stille herrscht, die anstelle einer gelungenen Transition zum nächsten Lied seltsam fehl am Platze wirkt. Als weiterer Negativpunkt muss man leider auch die sehr unprofessionellen und fast schon amüsant bis dilettantisch wirkenden Englischkenntnisse der Band hervorheben. Diese fallen beim ersten Hören zwar etwas weniger auf, da der Gesang meist sehr hoch und die Musik eben etwas schneller ist, aber ein Blick ins Booklet ist dann schon etwas befremdlich. Darüber hätte durchaus noch einmal jemand mit besseren Englischkenntnissen gucken sollen. Etwas besser schlägt sich die Band daher sogar beim exklusiven Bonusstück in japanischer Sprache, das in Form des ROMANTIC MODE Covers „Resolution“ daherkommt, musikalisch aber unter dem Strich fast ähnlich poppig belanglos wie das Original bleibt. Vielleicht sollte die Band dennoch einfach mal auf Italienisch und Japanisch singen, falls es zu einem dritten Album kommen sollte und dieses nicht wieder eine zehnjährige Entstehungszeit braucht.  

    Ansonsten gibt es aber wenig zu beklagen. Die Band macht sogar vieles besser als ihre direkten Kollegen oder Konkurrenten. Die Musik klingt selten überladen und bringt leicht progressive Elemente in Form von emotionalen Klavierpassagen, kurzen elektronischen Spielereien oder fast schon soundtrackartige Eröffnungen sehr dosiert mit ein, sodass das Klangkorsett sehr ausgeglichen wirkt. Im Mittelpunkt steht dennoch immer der metallische Faktor und man ersäuft selten im Kitsch. Schnelles melodisches Gitarrenspiel trifft auf erbarmungslose Schlagzeugsalven und kraftvollen Gesang- Zudem gelingt es der Band mit einem frischen, melodischen Ohrwurm namens „Mistery“ (sic!) das Album gekonnt zu eröffnen und selbiges mit dem atmosphärisch-verspielten „The Turning To The Madness“ in Bestform zu vollenden.

    So werden alle Fans des europäischen Power Metals sehr gut bedient, während Symphonic Metal Fans im Stile von THERION oder auch Progressive Metal Fans von Bands wie DREAM THEATER wohl etwas Mut zur Lücke vermissen werden. Schlussendlich ist diese Scheibe kein Highlight des Metaljahres 2012, aber durchaus ein unterhaltsames und energisches Album, dass öfters mal in meiner Anlage landet und eine wohlige Erholungspause zwischen einigen meiner eher avantgardistisch angehauchten Alben bietet. Genrefans sollten also beruhigt zuschlagen; alle Anderen das Ganze erst einmal in Ruhe antesten.

    (Online 22. Januar 2013)

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