• Dmitry Glukhovsky - Sumerki - Dämmerung (2007)

     

    Glukhovskys Werk ist ein Roman zwischen den Genres der Fantastik und des Kriminalromans mit philosophisch-dramatischen Passagen. Hier verschmilzt die Grenze zwischen Realität und Fiktion immer mehr und das macht den Reiz des Buches aus. Man bekommt viele Andeutungen und Hinweise und wird als Leser geradezu in akribischer Feinarbeit zum Detektiv bevor einem der ungewöhnliche Schluss präsentiert wird.

    Die Geschichte ist rasch erzählt: Ein Übersetzer gerät an Teile eines mysteriösen Tagebuches, das eine spanische Expedition zur Maya-Zeit beschreibt, bei der nach einem mysteriösen Schatz gesucht wird und immer mehr Teilnehmer sich in Komplotte verstricken, dem Wahnsinn verfallen oder in seltsamen Unfällen ihr Leben lassen. Gleichzeitig gerät auch die moderne Welt des Übersetzers aus den Fugen: Er erfährt von dem mysteriösen Verschwinden seines Vorgängers, ein Mittelsmann von ihm wird ermordert, seine ahnungslose Nachbarin wird Opfer einer nächtlichen Attacke. Ihn plagen mysteriöse Träume, nächtliche Besuche seltsamer Kreaturen und er entdeckt unerforschte Passagen mitten in der Moskauer Innenstadt. Je weiter der Übersetzer sich wagt, desto mehr zweifelt er an seinem Verstand.

    Das Buch ist in höchstem Masse experimentierfreudig geraten. Es ist geradezu so, als ob ein David Lynch, ein Stanley Kubrick oder ein David Cronenberg ins Autoren-Metier gewechselt wäre. Deswegen ist dieser Roman künstlerisch wertvoll, ansprechend und ungewöhnlich, aber gewiss nicht für jeden geeignet.

    Der Autor hat Tendenz zu langen Bandwurmphrasen. Er neigt zu ausschweifenden Detaillierungen. Nach Kapiteln, in denen geradezu nichts geschieht, kommen andere Kapitel, in denen sich Ereignisse geradezu überschlagen. Die Übersetzungspassagen des Schriftsückes, welches der Protagonist studiert, sind ungewöhnlich verfasst mit seltsamen Satzstrukturen und mal sehr altertümlichen, dann fast schon jugendhaften Passagen.

    Man braucht eine Weile sich an diesen sprunghaften Stil zu gewöhnen, aber die Geduld wird mit der Entdeckung eines ungewöhnlichen Rohdiamanten belohnt, der gegen Ende immer mehr zu glänzen scheint.

    80/100

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  • Dan Simmons - Flashback (2011)

     

    Dan Simmons neues Werk ist ein dystopischer Roman, in dem eine kriminalistische und äußerst vertrackte Verschwörungsgeschichte im Vordergrund steht. Der Autor glänzt wie gewohnt mit einem unglaublich detaillierten Schreibstil, den die fiktive Welt erschreckend realistisch erscheinen lässt. Dabei spielen auch einige sozialkritische und psychologische Elemente eine wichtige Rolle. Neben einigen präzise, aber nie zu lehrhaft erläuterten technischen und politischen Elementen wird das Werk auch mit Verweisen aus der Weltlitteratur und der Filmgeschichte ausgeschmückt. Die Mischung aus intellektueller Science-Fiction, packendem Thriller und düsterem Drama geht voll auf und lässt den geneigten Leser das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Besonders die zweite Hälfte ist unglaublich flüssig geschrieben und die Ereignisse in den zwei parallel erzählten und schließlich zusammenlaufenden Handlungssträngen überschlagen sich gegen Ende immer mehr.

    Die Hauptgeschichte dreht sich um den gescheiterten Polizisten und Privatdetektiven Nick Bottom, der seit dem Tod seiner Frau vor über fünf Jahren nur noch ein menschliches Wrack ist. In Denver konsummiert er eine Droge namens Flashback, die sich in den Vereinigten Staaten des Jahres 2032 (und nicht etwa 2036, wie es der Klappentext angibt) ausgebreitet und zu einer Art Volksverdummung geführt hat. Mit Hilfe dieses Rauschmittels kann der Konsumment bestimmte Momente seines Lebens noch einmal nacherleben und der tristen Realität entfliehen. Um seinen Drogenkonsum weiter zu finanzieren, rollt Nick Bottom einen sechs Jahre alten Fall wieder auf. Bei diesem wurde der Sprössling eines emporkommenden hohen japanischen Regierungsbeamten der Vereinigten Staten von Amerika während einer Party gemeinsam mit seiner Geliebten grausam abgeschlachtet. Nick Bottom geht alte Zeugenaussagen noch einmal durch und stößt auf einen Dokumentarfilm über das Flashback-Phänomen in Nordamerika, an dem der Tote mit triumphierendem Eifer gearbeitet hatte. Begleitet von einem schweigsamen japanischen Profikiller, stößt er dabei auf eine viel weitreichendere politische Verschwörung, die nicht nur sein Leben in Gefahr bringt, sondern auch an den Grundfesten des etablierten Weltbildes rüttelt.

    Der zweite Handlungsstrang dreht sich um den pubertierenden Val, der mit marodierenden Jugendgangs und Flashbackkonsummenten in Los Angeles um die Häuser zieht. Der desillusionnierte junge Mann ist der Sohn Nick Bottoms und wurde von diesem nach dem Tod der Mutter zum Großvater mütterlicherseits nach Kalifornien geschickt. Als seine falschen Freunde aus der Jugendgang auf der Suche nach dem ultimativen Kick ein unfassbares Verbrechen planen, steht Val plötzlich zwischen allen Fronten und wird von den Behörden verfolgt. Mit seinem Großvater macht er sich auf eine gefährliche Odyssee quer durch die USA zurück zu seinen Wurzeln und der Lösung des Rätsels um den Tod seiner Mutter.

    Die im Roman präzise suggerierte Zukunft der USA sieht düster aus. Requistadores dringen von Mexiko her in den Süden des einst mächtigsten Landes der Welt ein und liefern sich in ihren mafiaähnlichen Strukturen Straßenkämpfe mit den wenigen lokalen Autoritäten. Das sogenannte Weltkalifat, das in seinem Expansionsdrang bereits einen Großteil Europas einverleibt und Israel durch einen atomaren Angriff ausgelöscht hat, manipuliert ebenfalls das moderne Nordamerika und strebt nach einer absoluten Weltherrschaft. Eine weitere Weltmacht wurde der großjapanische Lebensraum, der es sich zur Aufgabe macht den alten Glanz des Reiches der aufgehenden Sonne zu retablieren und dabei zu seinem Vorteil mit den USA kollaboriert. Überteuerte Sozialprogramme, von Gegnern gnadenlos ausgenutzte Annäherungspolitik und zahlreiche soziale Probleme rund um das Flashback-Phänomen haben die USA an den Rand des existenziellen Abgrundes geführt.

    Viele Kritiker empfinden das von Dan Simmons entworfene dystopische Epos als polemisch und verbohrt irgendwo zwischen einer sturen erzkonservativen und fast schon als extremistisch xenophob zu bezeichnenden Haltung. Es ist schwer zu sagen, wo hier die Grenze zwischen kreativer Phantasie und fast schon propagandistischen Zügen liegt. Man fragt sich permanent, ob der Autor hier einfach nur erfolgreich verpackt einen radikalen Denkanstoß bei den Lesern provozieren wollte oder ob er hier mit moralisch erhobenem Zeigefinger unverschnörkelt persönliche Hasstiraden abfeuert. In jedem Fall lassen den Leser die düsteren Zukunftsvisionen nicht kalt und regen zum Überlegen weit jenseits der eigentlichen Geschichte an. Als weltoffenes Mitglied einer Multikultigesellschaft teilt man manche Ansichten des Autors sicherlich nicht, muss sich aber insgeheim fast erschrocken eingestehen, dass das erworfene Szenario aber durchaus einen verstörend realistischen Grundzug hat. In Zeiten übertriebener politischer Korrektheit ist es auch einmal interessant mit einer unpopulären Vision eines Querdenkers konfrontiert zu werden. Da die Romane Simmons was Vokabular und Anekdoten angeht sich ohnehin eher an eine gebildete Leserschaft richten, kann es wohl kaum das Ziel des Autors gewesen sein einfach nur plump zu propagieren und seine Leser für leichtgläubigen Pöbel zu halten. Was der geneigte Leser also aus dieser politischen Komponente an Schlüssen zieht, bleibt ihr oder ihm selbst überlassen. Für die einen mag dieser Aspekt auf den Lesegenuss störend wirken, aber wer mal über den eigenen Tellerrand blicken möchte, könnte an dieser Methodik eine zusätzliches Bereicherung erkennen.

    Fazit ist, dass der geneigte Leser der simmonschen Romanwelt seltener mehr gefordert war, als in diesem dystopischen Werk. Durch seine überraschend detaillierte, radikale und auch vielschichtige politische Komponente hebt sich dieses Werk klar von anderen Romanen des Autors ab und geht noch einmal weiter als dystopische Klassiker von George Orwell oder Ray Bradbury, die sich größtenteils auf eine künstlich ausgeschmückte Kritik am Sozialismus beschränken. Wer einfach nur einen spannenden Science-Fiction-Roman lesen möchte, wird hier überfordert sein. Wer aber ein facettenreiches, radikales und dystopisches Epos erleben möchte, das zudem mit den gewohnt grandiosen schrifstellerischen Fähigkeiten des Altmeisters ausgestattet ist, wird an diesem Werk seine helle Freude haben.

    Für mich war letztere Option der Fall und der Roman hat mich noch lange nach der letzten verschlungenen Seite ins Grübeln gebracht. Das Werk hat definitiv das Zeug zum Klassiker und verdient eine gründliche Analyse und mehrfache Lektüre.

    95/100

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  • Carsten Stroud - Niceville (2012)

     

    Dieser Roman ist der erste Teil einer Mystery-Thriller Trilogie, die zumindest im deutschsprachigen Raum erst im Februar 2013 fortgesetzt und im Februar 2014 zu Ende geführt wird, was definitiv zu lange Zeitabstände sind, denn der erste Roman ist nicht komplett in sich abgeschlossen und enthält sehr viele Parallelhandlungen bei denen es ohnehin kompliziert ist nicht den roten Faden zu verlieren. Wer also Anfang nächsten Jahres die Trilogie fortsetzen möchte, der muss entweder schon über ein Elefantengedächtnis verfügen, alternativ den Roman noch einmal lesen oder sich wenigstens eine kurze Zusammenfassung des ersten Teils ins Gedächtnis rufen.

    Über den Autor ist relativ wenig bekannt, außer dass er fast schon propagandistische Werke schrieb, die beim amerikanischen Militär sehr gut ankommen, in Kuba jedoch auf einer schwarzen Liste stehen, wie nicht ganz ohne Stolz verkündet wird. Diese Faszination für das Militär spielt auch in Niceville eine große Rolle, denn gefühlt jede zweite männliche Person scheint eine mehr oder wenige ruhmreiche Vergangenheit dort zu besitzen. Nicht umsonst spielt die Geschichte im tiefsten und konservativen Süden der USA. Wen diese Rahmenbedingungen stören, der sollte schon mit einiger Vorsicht an den Roman herangehen.

    Die Geschichte selbst ist im Grunde genommen fast schon eine Kopie der berühmten Fernsehserie "Twin Peaks". In einem verschlafenen Dorf ist niemand unschuldig und so wird der Leser Zeuge von brutalen Bankraubgeschichten und Erpressungen. Themen wie Pädophilie, Drogensucht oder häusliche Gewalt runden sämtliche Klischees ab. Das ganze Konzept wird zusammengehalten von dem Leitfaden mehrerer mysteriöser Verschwinden diverser Bewohner. Die Lösung hinter diesen mysteriösen Fällen liegt irgendwo in der Vergangenheit des Ortes bergraben bei dem es um eine Fehde zwischen Teilen der vier Gründerfamilien geht. Je weiter der Roman fortschreitet, desto unheimlicher und übersinnlicher wird er.

    Trotz einiger Klischees muss man zugeben, dass gut geklaut eben immer noch besser ist als schlecht selbst erfunden. Der Roman ist sehr flüssig und abwechslungsreich geschrieben. Die einzelnen Personen haben alle genügend Tiefe, um einen in den Bann zu ziehen. Die diversen Nebenhandlungen fließen mehr und mehr zu einem Strang zusammen und die Ereignisse überschlagen sich zunehmend. Während der letzten gut einhundertfünfzig Seiten möchte man das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Es entwickelt sich eine intrigante Genremischung aus Kriminalroman, Mystery und Drama. Auch an einem guten Schuss Action und Brutalität mangelt es nicht. Dabei ist das Ganze tiefsinnig genug, damit man sich die Handlung bildlich sehr klar vorstellen kann und auch hin und wieder selbst ins Grübeln kommt und bestimmte Ereignisse analysiert. Leider werden hin und wieder sogar zu schnell Lösungsansätze vom Autor angeboten, sodass viele Ereignisse durchaus vorhersehbar sind. Um so effizienter und überraschender sind dann einige überraschende Gänsehautmomente, die immer wieder wie kleine Nadelstiche wirken. Gleichzeitig wird der Roman dabei nicht zu verkopft oder philosophisch und bietet angenehm flüssige Unterhaltung ohne künstlich tiefsinnig zu wirken.

    Unter dem Strich bleibt ein sehr unterhaltsamer und flüssig verfasster Mystery-Thriller nach bewährtem Muster, der Anhängern des Genres zweifellos gefallen dürfte. Das Ende ist definitiv offen genug um jetzt schon mit Vorfreude auf die Fortsetzung zu warten. Zudem eignet sich der Stoff auch wunderbar für weitere Essais von fremden Autoren oder gar für eine mögliche Fernsehserie.

    85/100

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  • Thomas Thiemeyer - Korona (2010)

     

    "Korona" ist ein typischer Thomas Thiemeyer Roman bei dem sich Archäologie und Mystery vor exotischer Kulisse stilistisch miteinander vermischen. Auch die typische Liebesgeschichte zwischen dem geheimnisumwitterten Außenseiter und der starken Expeditionsleiterin, sowie eine emotionale Rachefeldzugsgeschichte dürfen nicht fehlen um den verschiedenen Personen im Roman an Tiefe zu verleihen.

    Eben genau da liegt das Problem des Romans. Er ist zwiefellos sehr unterhaltsam geschrieben und entführt den Leser in phantastische Welten. Gerade Freunde afrikanischer Kultur und Natur werden voll auf ihre Kosten kommen. Für diejenigen, die sich besonders für Primaten und ihre Verhaltensweisen interessieren, ist dies sogar noch mehr der Fall. Thomas Thiemeyer war selbst vor Ort und hat sich inspirieren lassen, was man der Authenzität der Geschichte auch anmerkt. Allerdings hat man eben das Gefühl das Ganze schon einmal so ähnlich von Thomas Thiemeyer in einem seiner vorherigen Romanen gelesen zu haben. Der Autor wiederholt sich schon anstatt an beispielsweise das großartige "Magma" anzuknüpfen. So muss dieser Roman einfach als Rückschritt gewertet werden, auch wenn es vielleicht des Autors persönlichstes Projekt war.

    So würde ich den Roman nur Kennern von Thomas Thiemeyer empfehlen, die hier sicherlich trotz der inhaltlichen Abstriche und einigen zu vorhersehbaren Elementen bei den handelnden Personen auf ihre Kosten kommen sollten. Allen möglichen Neueinsteigern würde ich eher die vorherigen Werke des Autors ans Herz legen, namentlich das mysteriöse "Medusa", das diesem Roman doch sehr ähnliche, aber insgesamt packendere "Reptilia", das sehr komplexe und genial geschriebene "Magma" oder auch das zuletzt erschienene Werk "Nebra".

    75/100

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  • Ian McDonald - Cyberabad (original title: River of Gods) (2004)

     

    Ian McDonalds “Cyberabad” ist sicherlich ein durchaus phantasievoller und gerade in Bezug auf die detaillierten Beschreibungen diverser imaginärer technischer Erfindungen ein sehr intellektueller und allein von dieser Warte aus betrachtet nicht unrealistischer Roman. Diverse Elemente des Science-Fiction-Genres vermischen sich mit einigen Aspekten der indischen Kultur, zumal die verschiedenen Charaktere aus den unterschiedlichsten Milieus und Regionen stammen, was immerhin für viele abwechslungsreiche episodische Mosaiksteinchen im Gesamtgefüge sorgt.

    Doch was zunächst vielversprechend klingt, wird rasch unglaublich ermüdend. Der Roman ist gespickt mit kompliziertem Vokabular, das sich entweder auf die genannten technischen Elemente oder aber auf diverse indische Kulturaspekte bezieht. So muss der geneigte Leser ständig neue Wörter nachschlagen, was den Lesefluss ganz erheblich beeinträchtigt. Manche Passagen werden dadurch förmlich ungenießbar, wenn der Autor in einem Anflug von fast schon arrogantem Intellekt teils massiv mit unnützen Fremdwörtern um sich wirft.

    Dabei verzettelt sich der intellektuelle Schreiber leider so sehr in den Details und in unnötigen Hintergrundinformationen, dass die eigentliche Geschichte nicht so wirklich ins Rollen kommen möchte. Die neun bis zehn Charaktere, die in diesem Epos näher betrachtet werden, lassen trotz ihrer hohen Anzahl und der Länge des Werkes vor allem an Tiefe vermissen und sind alles Andere als anziehend oder irgendwie faszinierend. Quantität steht hier definitiv über Qualität. Die verschiedenen Handlungsfäden laufen nur schleichend zur Hauptintrige zusammen und viele Passagen wirken daher arg zäh bis belanglos. Abgesehen davon ist die gesamte Geschichte am Ende so übertrieben phantastisch geraten, dass sie im Kontrast zu den präzise beschriebenen politischen, sozialen und technischen Aspekten fast schon asynchron wirkt und streckenweise arg aus der Luft gegriffen erscheint. Der Autor versucht einfach zu viele Themen in seine Geschichte zu integrieren von künstlichen Intelligenzen über postmoderne Geopolitik bis hin zu außerirdischen Phänomenen. Das geht gehörig schief, denn überall wird nur hektisch an der Oberfläche der Dinge gekratzt.

    So überwiegen bei dieser eigentlich innovativen und vielversprechenden Geschichte insgesamt mehr als deutlich die negativen Elemente. Es kostet viel Geduld und Toleranz um es ganz durch das Buch zu schaffen und danach fragt man sich doch, ob man nicht doch seine Zeit verschwendet und umsonst auf ein berauschendes Ende gewartet hat, das den geneigten leidenden Leser für sein starkes Durchhaltevermögen hätte entschädigen können. Unter dem Strich kann ich das Buch trotz seiner zahlreichen Nominierungen und Preise weder Anhängern des Science-Fiction-Genres, noch Begeisterten intellektueller Romane oder Freunden der vielfältigen indischen Kultur empfehlen. Am Ende kann ich diesen Roman lediglich als ambitionierten Fehlkauf abhaken.

    30/100

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