• Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Meine Damen und Herren!

    Am vierten Tag ging es fur mich in den hohen Norden von Matagami nach Radisson. Die Strecke ist 624 Kilometer lang und extrem isoliert. Es gibt zwischen den beiden Lokalitaten exakt eine Tankstelle und mehr nicht. Allerdings befinden sich auf der Strecke zahlreiche Seen, Flusse und andere tolle Landschaften, die streckenweise mit Aussichtsplattformen, Informationstafeln, Raststatten, Sanitareinrichtungen und Wanderwegen ausgestattet sind. Wer diese Strecke fahrt, der muss die Einsamkeit, die Natur und vor allem das Wasser mogen. Die Streckenverhaltnisse waren sehr wechselhaft. Teilweise konnte man hier problemlos bis zu einhundertdreissig Stundenkilometer fahren, an andere Orten gab es aber extrem viele wacklige Dellen, die man besser mit maximal achtzig Stundenkilometern meistern sollte und ein Teilstuck von achtzehn Kilometern war wegen Bauarbeiten aufgerissen und nicht mehr asphaltiert, obwohl ich keinen einzigen Arbeiter gesehen habe. Insgesamt habe ich fur die Strecke etwa neun Stunden gebraucht, wovon aber drei Stunden fur verschiedene Stopps drauf gegangen sind. Wer also wirklich will, kann die Strecke in etwa sechs Stunden meistern. Das Wetter war uber die ersten zwei Drittel herausragend, im letzten Drittel dann sehr regnerisch und bei meiner Ankunft in Radisson wieder in Ordnung. Radisson ist die nordlichste frankokanadische Ortschaft in der Provinz Québec und auch die nordlichste Lokalitat, die direkt vom Suden mit dem Auto erreichbar ist. Wir sind hier auf dem dreiundfunfzigsten Breitengrad, ganz knapp unterrhalb des vierundfunfzigsten. Die einzige Moglichkeit in Kanada mit dem Auto noch nordlicher zu kommen, gibt es ganz im Westen in den Nordwest-Territorien und im Yukon.

    Beste Momente des Tages:

    - Die Besichtigungen samtlicher Flusse entlang der Route de la Baie-James waren allesamt grossartig (wobei man immer Angst hat irgendwo auf ein wildes Tier zu stossen, sodass man sich ofters als gewohnlich umschaut und seine Umgebung beobachtet).

    - Das sommerliche Wetter auf den vorderen zwei Dritteln der Strecke (zwischendurch war es dreissig Grad warm, nachts geht es aber bis auf drei Grad herunter).

    - Die Lokalitat Radisson wurde in diverse Berichten als finster beschrieben - davon ist uberhaupt nichts zu spuren: der kleine Ort ist vielseitig eingerichtet, hat ein paar kleinere Sehenswurdigkeiten und die Leute, die ich antraf, waren freundlich.

    - Grosseren Tieren bin ich zum Gluck nicht begegnet, dafur aber sah ich einen Fuchs, Streifenhornchen, Schmetterlinge und diverse Vogel.

    Negative Punkte des Tages:

    - Das Wetter auf dem letzten Drittel war kalt und regnerisch und alles Andere als angenehm zu fahren.

    - Muckenspray hin oder her - gerade am Anfang des Tages waren die Insekten eine echte Plage, aber ab dem zweiundfunfzigsten Breitengrad waren sie weitaus weniger aktiv, was vielleicht auch mit dem kuhlen Wetter zusammen hangen konnte.

    Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Beginn der Route de la Baie-James bei Kilometer null - bis nach Radisson sind es sechshundertvierundzwanzig Kilometer - mit zahlreichen Stopps habe ich dafur etwa neun Stunden gebraucht

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    Informationshauschen zu Beginn der Route de la Baie-James - hier habe ich mein Hotel und meine Staudammbesichtigungen gebucht

    Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Hier kann man am Waswanipi-Fluss sein Boot oder sich selbst zu Wasser lassen

    Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Blick auf eine kleine Bucht des Broadback-Flusses und seine Autobahnbrucke im Hintergrund

    Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Ein Toteissee in der Nahe des Broadback-Flusses - geformt durch das Abschmelzen von Toteisblocken nach der letzten Eiszeit

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    Ehemaliges Flussbett in der Nahe des Broadback-Flusses - entweder war dies vor tausenden von Jahren mal ein Nebenarm des Flusses oder ein kleinerer Fluss, der in den Broadback-Fluss mundete

    Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Aussichtsplattform mit Sicht auf den Broadback-Fluss

    Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Blick auf den enormen Rupert-Fluss

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    Ein architektonisches Meisterwerk irgendwo im Nirgendwo - die Brucke uber den Rupert-Fluss

    Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Die Stromschnellen des Rupert-Flusses - vermutlich der beeindruckendste Fluss im ganzen Gebiet

    Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Der Fluss Eastmain und seine Autobahnbrucke von einem bewaldeten Nebenweg aus gesehen

    Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Ein kleiner Wasserfall des Opinaca-Flusses

    Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Kleiner Park in Radisson - von hier aus ist alles weit weg...

    Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Kirche von Radisson mit angrenzendem Park - schlaue Leute merken, dass die Hauptstrasse Schlange lauft und sich selbst kreuzt!

    Road Trip 2017: Matagami - Radisson

    Dreisprachiges Eingangsschild in Radisson (Franzosisch, English und Cree)

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