• Shining - Redefining Darkness (2012) (9/10)

    Genre: Black Metal / Gothic Metal / Progressive Extreme Metal
    Label: Spinefarm
    Spielzeit: 40:54
    Band homepage: Shining

    Tracklist:

    1. Du, Mitt Konstverk
    2. The Ghastly Silence
    3. Han Som Hatar Människan
    4. Hail Darkness Hail
    5. Det Stora Grå
    6. For The God Below

     

    Shining - Redefining Darkness 

    Nach der Veröffentlichung der kurzen und knackigen Cover EP „Lots Of Girls Gonna Get Hurt“, kommt die kontrovers diskutierte schwedische Black Metal Kapelle SHINING um den Frontmann, Sänger, Keyboarder und Gitarristen Niklas Kvarforth mit ihrem inzwischen achten Album der letzten zwölf Jahre um die Ecke.

    Ich muss zugeben, dass ich außer einer guten Handvoll Lieder bislang eher wenig mit der Gruppierung am Hut hatte, was auch an ihrem umstrittenen Image lag. Doch ich fand die wenigen Sachen, die ich im Laufe der Zeit zu hören bekam originell genug, um mir vorzunehmen ihr kommendes Album einmal anzuhören. Nach dem Genuss des brandneuen Silberlings bin ich zunächst einmal sehr positiv überrascht, denn die Band kommt weitaus emotioneller, melodischer und progressiver her als nahezu alle Genrekollegen. Die Schweden variieren von wahrhaft brutalen Passagen mit absolut einzigartigem Gesang, blitzschnellen Riffs und tonnenschwerem Schlagzeugspiel bis hin zu völlig entrückten Passagen mit verträumtem Klargesang, melancholischen Akustigitarrenklängen und atmosphärischen Keyboardwänden. Die Musik klingt in diesen Momenten Gruppierungen wie ANATHEMA, KATATONIA oder OPETH nicht unähnlich und doch gibt es einen bedeutenden Unterschied. SHINING klingen immer zwingend, technisch versiert und hochgradig emotionell und schlagen ihre Kollegen hier locker.

    Vor ein paar Jahren hätte mich ein brutaler Opener wie „Du, Mitt Konstverk“ vielleicht noch abgeschreckt, aber mit der Zeit habe ich erkannt, dass Black Metal vielleicht das vielseitigste und emotionalste Spektrum des Metaluniversums darstellt und dass man in diese Musik tief eintauchen und dort viel entdecken kann, wenn man sich erst einmal von einigen Vorurteilen losgelöst hat und die abartigeren politisierten Gruppierungen geschickt umgeht. Selbst dieses erste Biest enthält aber eine wunderschöne introspektive Passage in der zweiten Hälfte, die dem Stück Atmosphäre, Inhalt und Leidenschaft einhaucht. Das beste Lied ist aber vermutlich die abschließende Glanztat „For The God Below“. Dieses Stück ist laut vieler Fans und Kritiker wohl eines der epischsten, melodischsten und progressivsten Stücke der gesamten Bandgeschichte und strotzt nur so vor Einfallsreichtum. Fans des Gothic oder Progressive Metals sollten dieses Lied jedenfalls auch definitiv einmal anhören und werden wohl kaum enttäuscht sein. Für mich ist dieses Lied eines der besten des sicherlich an Highlights nicht armen Metaljahres 2012.

    Schlussendlich lässt sich sagen, dass SHINING mit ihrem neuen Opus eines der emotionalsten und vielseitigsten Alben des Jahres abliefern, dass auf Grund seiner Tiefe nicht nur den eingefleischten Fans, sondern einem Großteil der Kommune der härteren Klänge gefallen dürfte. Wer SHINING auf Grund von Vorurteilen bis jetzt gemieden hatte oder Black Metal generell als brutal und stumpfsinnig abstempelt, der sollte sich von diesem Werk hier eines besseren überzeugen lassen und seine Meinung ändern. Genie und Wahnsinn liegen eben oft nah beieinander und in diesem Fall ist SHINING ein wahres kleines Meisterwerk gelungen, das lediglich auf Grund seiner kurzen Spieldauer und ein oder zwei weniger zwingenden Passagen an der Bestnote vorbeischrammt.

    (Online 1. Dezember 2012)

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