•  Liebe Leserinnen und Leser,

    Vor gut einem Jahr habe ich hier von der misslichen Lage des Naherholungsgebietes der Diepentalsprache berichtet. Aus dem einstigen viel besuchten Vorzeigegebiet ist über die Zeit ein verwahrloster Schandfleck geworden, der nur noch von einzelnen Anwohnern und Nostalgikern besucht wird. Mehrere Initiativen von Einzelpersonen oder Gruppierungen diesen Ort wieder zu altem Ruhm zu führen sind bisher scheinbar an der Lethargie verantwortlicher Institutionen und Besitzer gescheitert.

    Vor einigen Wochen wollte ich mir ziemlich genau ein Jahr seit meinem letzten Besuch wieder ein aktuelles Bild der Lage machen. Einige Sachen haben sich durchaus zum Guten gewandt. Aus dem baufälligen Bootssteg ist eine Art Lounge im Freien geworden. Viele wild wuchernde Baume und Sträucher wurden gekappt, sodass die Wege jetzt etwas besser begehbar sind. Mehrere Bänke, die vor einem Jahr noch völlig zugewachsen waren, dienen jetzt wieder als Sitzgelegenheiten mit akzeptablen Aussichten.

    Andere Dinge hingegen haben sich nicht geändert. Die Diepentalsperre trocknet weiter aus und versumpft immer mehr und es sieht so aus, als würde es in ein paar Jahren gar keinen See mehr, sondern nur noch einen Bachlauf geben. Die Wasserqualität des Sees nimmt weiterhin beständig ab und das Wasser sieht mittlerweile wirklich ekelerregend aus. Dadurch ist auch die Artenvielfalt am See zurückgegangen. Waren im letzten Jahr noch weit über dreißig Graugänse vor Ort, so sind es jetzt nur noch eine Handvoll. Ansonsten sieht man nur noch Enten und hin und wieder einen Reiher. Fische oder Gänse konnte ich dieses Mal im Gegensatz zum letzten Jahr gar keine erspähen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Instandhaltung der Außenanlagen. Der Minigolfplatz wuchert mit jedem Jahr mehr zu und das Empfangshaus ist ein Schauplatz vorangeschrittener Vermüllung.

    So muss unter dem Strich gesagt werden, dass es neben einigen positiven Entwicklungen auch genauso viele negative Elemente gibt. Die Situation des Naherholungsgebietes verbessert sich daher nicht ausreichend genug. Ich werde die Situation auch in Zukunft im Auge behalten und vielleicht auch im nächsten Jahr von der aktuellen Lage berichten. Die Hoffnung auf eine positive Veränderung im Zeichen der Zusammenarbeit von Anwohnern, Besitzern und städtischen Institutionen stirbt bekanntlich zuletzt. 

    PS: Wer sich meinen Stand der Lage des letzten Jahres noch einmal durchlesen möchte, kann dies unter folgender Verbindung tun: http://kluseba.eklablog.com/schandfleck-wie-aus-dem-ehemaligen-naherholungsgebiet-der-diepentalspe-a118225332

    Diepental 2016 I

    Hier hat man einen verwilderten Ausblick aus dem heruntergekommenen Empfangshäuschen der Minigolfanlage.

    Diepental 2016 II

    Die Bahnen der Minigolfanlage selbst sehen inzwischen so aus. Die Wege zwischen den einzelnen Bahnen sind so zugewachsen, dass sie weder begehbar noch erkennbar sind. Die zahlreichen Bänke auf der Anlage sind völlig verwildert und unbenutzbar. Die Bahnen selbst sind nicht mehr bespielbar, denn der billige Lack blättert überall ab, es entstehen überall Unebenheiten und das Unkraut sprießt aus den zahlreichen Lücken und Löchern der Bahnen.

    Diepental 2016 III

    Hier sieht man die loungeartige Anlage auf dem ehemaligen Bootssteg. Zwar sieht diese Neuerung gut aus, passt aber nicht ins Bild zwischen der versumpften Talsperre und dem völlig zugewucherten oberen Teil des Sees. So wirkt diese Neuerung eher wie Augenwischerei um die immer noch missliche Lage der Diepentalsperre zu kaschieren.

    Diepental 2016 IV

    Hier ist die untere Talsperre, die an den Rändern immer weiter zuwächst und von Jahr zu Jahr kleiner wird.  

    Diepental 2016 V

    Hier ist ein Blick auf die verschmälerte untere Talsperre. Man kann mittlerweile überall ungeschützt bis ans Ufer des Sees gelangen, da Absperrungen und Zäune kaum noch existent sind, was sicherlich ein gewisses Sicherheitsrisiko, beispielsweise für spielende Kinder, birgt.

    Diepental 2016 VI

    Vor einem Jahr war dieser Teil des Weges in einem fast dschungelartigen Zustand noch komplett zugewachsen. Dieser Teil des Weges um die Diepentalsperre sieht immer noch wild aus, hat sich aber im Verlauf des Jahres leicht gebessert. 

    Diepental 2016 VII

    An manchen Ecken des Naherholungsgebiet findet man sogar noch ein paar schöne Hingucker. Dies liegt freilich nicht an den Verantwortlichen, sondern an der Kreativität einiger Anwohner. 

    Diepental 2016 VIII

    Auf dem Weg in Richtung Diepentalsperre sieht es ebenfalls verwildert aus. Bis vor etwa zehn Jahren war hier ein dichter und hochgewachsener Wald, der zugegebenermaßen ziemlich vermüllt war. Danach wurde ein Teil abgeholzt und es entstand eine Art Pferdekoppel, auf der zu Hochzeiten mal zwei Tiere zu sehen waren. Heute ist die Pferdekoppel meterhoch mit Unkraut überwuchert und der mit einigen Bäumen neu bepflanzte Teil wirkt wie ein desolater Flickenteppich. Allein die erste Aussicht auf das Naherholungsgebiet, wenn man von der Burscheider Straße kommt, wirkt alles Andere als einladend und wie ein böses Omen.

    Partager via Gmail Delicious Technorati Yahoo! Google Bookmarks Blogmarks Pin It

    votre commentaire
  • Dear readers,

    Please check out the updated lists of my favorite movies, actresses, actors and more!

    http://kluseba.eklablog.com/lists-on-the-international-movie-data-base-a5537319

    Partager via Gmail Delicious Technorati Yahoo! Google Bookmarks Blogmarks

    votre commentaire
  • Liebe Leserinnen und Leser,

    Vergangene Woche war ich nicht nur auf einem Konzert der texanischen Band ZZ Top mit der Vorband Ben Miller Band mit meinem Vater, sondern ebenfalls auf einem Konzert der Thrash Metal Legende Anthrax aus New York. Ich hatte die Band bereits vor anderthalb Jahren als Vorband von Volbeat in Ottawa gesehen, wollte die Gruppe aber endlich mal allein und in voller Länge sehen.

    So zog es mich vergangenen Dienstag in die Kölner Live Music Hall in Köln-Ehrenfeld. Man muss dazu sagen, dass ich mit der Live Music Hall schlechte Erfahrungen gesammelt habe. Ich war dort vor etwa acht Jahren mit meinen Eltern bei einem Konzert von Unheilig gewesen. In der Halle war es so schwül geworden, dass die Zuschauer reihenweise zusammengebrochen sind und wir sogar vor Ende des Konzerts gegangen sind. Die Belüftung in dieser Konzerthalle war und ist die schlechteste, die ich je in meinem Leben kennen gelernt habe und so etwas ist eigentlich völlig unverantwortlich. Zum Glück war bei dem Konzert Anthraxs die Halle nur halb voll. So war es dort zwar auch wieder sehr heiß, aber es war noch im Bereich des Erträglichen.

    Das Konzert selbst fand ohne Vorband statt, allerdings hat die Band dennoch weniger als anderthalb Stunden gespielt, was ich als etwas kurz empfand, allerdings sind die Konzerte der Gruppe üblicherweise sogar noch kürzer. Was allerdings zählt ist die Qualität und nicht die Quantität und da stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis bei dem amerikanischen Quintett absolut. Die Band hatte eine ansteckende Spielfreude, kommunizierte gut mit dem Publikum ohne dabei zu viel Zeit zu verlieren und spielte insgesamt fünfzehn Lieder, darunter vier Stücke vom herausragenden neuen Album "For All Kings" und zwei vom genialen Vorgänger "Worship Music".

    Obwohl die Band richtig viel Spielfreude hatte und auch ich ordentlich feierte, sang und tanzte, war das Publikum seltsam reserviert. Erst gegen Ende des Konzerts kam etwas Bewegung in die müde Masse. Mit den Konzerten in Chile ist dies absolut kein Vergleich (siehe Kritik zu "Chile on Hell": http://kluseba.eklablog.com/reviewing-the-perfect-concert-anthrax-chile-on-hell-2014-a112527846).

    Hier folgen ein paar Fotos vom Konzert. Ich habe nicht viele gemacht, da ich das Konzert in vollen Zügen genossen habe.

    Schöne sommerliche Grüße aus Leverkusen,

    Sebastian Kluth

    Konzerte in Deutschland- Teil zwei: Anthrax 1

    Konzerte in Deutschland- Teil zwei: Anthrax 2

    Konzerte in Deutschland- Teil zwei: Anthrax 3

    Konzerte in Deutschland- Teil zwei: Anthrax 4

    Partager via Gmail Delicious Technorati Yahoo! Google Bookmarks Blogmarks Pin It

    votre commentaire
  • Liebe Leser,

    Seit einigen Jahren läuft nun schon das Projekt der Neuen Bahn-Stadt Opladen und ich wollte einfach mal ein paar aktuelle Fotos mit euch teilen. Als Außenstehender muss man sich das so vorstellen: Opladen ist ein Teil Leverkusens, in dem hauptsächlich Rentner, Ausländer und Arbeitslose leben. In der Stadt gibt es haufenweise Apotheken, Bäckereien, Eiscafés und Optiker. An und für sich ist es alles Andere als ein aufregender Stadtteil. Dies war vor gut zwanzig Jahren anders gewesen, denn damals gab es noch viel mehr Läden und diverse Aktivitäten, aber heute sind selbst Stadtfeste, Weihnachtsmärkte und Ähnliches genauso grau und langweilig geworden wie der Stadtteil selbst. 

    Das Projekt der Neuen Bahn-Stadt Opladen sieht den kompletten Umbau und die Erweiterung des Bahnhofs vor. Rund um den Bahnhof soll ein modernes Stadtviertel entstehen, das vor allem jüngere Generationen und Studenten anziehen soll. Das Projekt ist ambitioniert, aber viel Positives ist ehrlich gesagt noch nicht gesehen. Das Gelände um den Bahnhof sieht seit Jahren wie eine Ausgrabungsstätte aus und arbeiten sehe ich dort nur selten jemanden. Der neue Stadtteil mit seinen Wohnungen sieht zwar gut aus, ist aber noch völlig ausgestorben und verwirrt seit Jahren mit diversen Straßensperrungen und Umleitungen. Der neue Bahnhof selbst ist noch nicht wirklich funktionstüchtig. Die Aufzüge funktionieren meistens nicht. Die Rolltreppen sind defekt. Die Ansagen zum Zugverkehr kommen von einer weiblichen Roboterstimme und entsprechen eher selten der Realität. Die Anzeigen sind meistens kaputt. Dazu kommen häufige Gleiswechsel und Verspätungen bei der Bahn, die immer wieder verwirren.

    Noch ist dieses Projekt also merklich davon entfernt ein voller Erfolg zu sein und seine Ausführung zieht sich allmählich wie Kaugummi. Es bleibt abzuwarten, wie es in dem verschlafenen Leverkusener Stadtteil in Zukunft aussehen wird. Hier folgen ein paar aktuelle Impressionen des Bahnhofs.

    Neue Bahn-Stadt Opladen 1

    Neue Bahn-Stadt Opladen 2

    Neue Bahn-Stadt Opladen 3

    Neue Bahn-Stadt Opladen 4

    Neue Bahn-Stadt Opladen 5

    Partager via Gmail Delicious Technorati Yahoo! Google Bookmarks Blogmarks Pin It

    votre commentaire
  • Where the past and the future of metal music meet in harmony

    Partager via Gmail Delicious Technorati Yahoo! Google Bookmarks Blogmarks

    votre commentaire


    Suivre le flux RSS des articles de cette rubrique
    Suivre le flux RSS des commentaires de cette rubrique