• Vom Leben und Lernen jenseits des Großen Teichs

    Büffeln bei minus 40 Grad

     

    Über "das Abenteuer meines Lebens" berichtet der Leverkusener Sebastian Kluth aus Kanada.

     

     

    Büffeln bei minus vierzig Grad (25/10/07)

    Ein Jahr verbrachte Sebastian Kluth, hier vor dem Château Frontenac in Québec-Stadt, im französischsprachigen Teil von Kanada. Der Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums ist fest entschlossen, das Land wieder zu besuchen und die dort geschlossenen Freundschaften zu vertiefen.

     

    Schon seit vielen Jahren hatte ich als Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in Lützenkirchen, einen mutigen Traum: Ich wollte um jeden Preis das Schuljahr der elften Jahrgangsstufe im französischsprachigen Ausland verbringen. Da ich Frankreich schon dank privater und schulischer Reisen gut kennen gelernt hatte, entschied ich mich für einen Aufenthalt im französischsprachigen, kanadischen Bundesstaat Québec, zumal mich die dortige Natur und Kultur schon seit geraumer Zeit fasziniert hatten.

    Bevor es jedoch so weit war, stand eine Menge Arbeit ins Haus. Ich sah mir mehrere Broschüren an und verglich Preise und Angebote, bis ich mich für eine Organisation entschieden hatte. Nach einem Beratungsgespräch hatte ich allerhand bürokratische Dinge zu erledigen, es musste unter anderem ein Visum beantragt werden. Etwa drei Monate vor meinem Abflug erhielt ich dann die Bestätigung, dass mich eine Gastfamilie aufnehmen wollte und konnte mich mit dieser auch in Kontakt setzen. Anfang August 2006 war es dann so weit und ich musste für ein Jahr Abschied von Freunden und Verwandten nehmen und wagte mich in ein mir völlig unbekanntes Land. Begleitet wurde ich auf dem Flug von Frankfurt nach Montreal jedoch von einer Gruppe anderer Austauschschüler, mit denen ich den Flug von Frankfurt nach Montreal nahm, wo ich von meiner Gastmutter in Empfang genommen wurde. Dann ging es mit dem Bus etwa fünf Stunden in den Nordosten bis nach Jonquière in die Region des Lac Saint Jean. Dort lebte ich auf einer großen Farm in sehr natürlicher Gegend. Ein Fluss war praktisch direkt vor unserer Haustür, die Landschaft war unglaublich schön. 

    Im Garten hatte die Familie einen Whirlpool und einen kleinen Swimming-Pool, an das Wohngebäude schlossen sich Garagen, Stallungen und Felder an. In den ersten drei Wochen meines Aufenthaltes gingen die fünfzig Austauschschüler und ich in eine Art Sprachcamp, in dem wir vormittags zumeist unser Französisch verbesserten und es mit dem gänzlich verschiedenen kanadischen Französisch verglichen. Über diese drei Wochen entwickelten sich bereits viele, auch noch heute andauernde, Freundschaften. Danach ging ich dann auf die Polyvalente Jonquière, was einer deutschen Gesamtschule entspricht oder einer amerikanischen Highschool. Der Unterricht begann um 8:50 Uhr und ging jeweils bis 16:05 Uhr, ich hatte je vier Fächer à 75 Minuten pro Tag und fast zwei Stunden Mittagspause. Ich arbeitete auch im Schulradio und war später Verteidiger in der Fußballmannschaft unserer Schule. Die Lehrer waren offen und hilfsbereit und gaben dort ihre Nachhilfestunden vor Klausuren auch selbst. Sie wurden von den Schülern oft auf respektvolle Weise geduzt, was für ein sehr natürliches Klima sorgte.

    Klassenbester

    Bezüglich der Fächerwahl hatte ich eine enorme Auswahl, entschied mich schließlich für einen mittelschweren Mathekurs, sowie Chemie und kanadische Geschichte neben den Pflichtfächern. Dort verblüfften mich vor allem der schwache Englischunterricht, der bestenfalls auf dem Niveau einer siebten oder achten Klasse in Deutschland ist, sowie der Chemieunterricht, der im Gegensatz dazu sehr vielschichtig und auf  teilweise fast universitärem Niveau war. Ich kam mit den Aufgaben jedoch gut zurecht und erhielt sogar ein Diplom als Klassenbester, obwohl ich eher weniger arbeiten musste als zu Hause. Schnell lernte ich viele Mitschüler kennen, und es entstanden einige schöne Freundschaften daraus. Die Einheimischen wollten mir ihre Kultur näher bringen und luden mich auf selbstverständliche Weise zum Schneemobil fahren oder auf Filmabende ein. Sogar einige Eltern, die ich kaum kannte, boten mir oft an, über Nacht zu bleiben oder mit zum Ferienhaus zu kommen.

    Nachdem ich den erlebnisreichen Winter bei minus vierzig (!) Grad, auch dank guter Heizungssysteme in der Schule, schadlos überstanden hatte, unternahm ich im Frühjahr eine Stufenfahrt nach New York  und Washington D.C. Später kam ein weiterer Schulausflug nach Toronto und zu den atemberaubenden Niagarafällen hinzu. Der Abschlussball mit vielen guten Freunden war ebenfalls ein spannendes Erlebnis. Ungünstigerweise folgten einige Wochen darauf noch die Abschlussklausuren, für die noch einmal viel Zeit investiert werden musste, und die relativ komplex waren, welche ich aber mit abgeschlossenem Diplom bestand. 

    In jedem Fall kann ich solch ein Auslandsjahr wirklich jedem ans Herz legen, da man viel lernt, die Welt mit eigenen Augen sieht und nebenbei auch noch selbstständiger, flexibler und auch erwachsener wird.

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  • Eine neue Chance - aber für wen?

    Von CAROLIN HINTZ BASTIAN ZABELBERG CHANTAL GREDE SEBASTIAN KLUTH LAURA LA MARCA, 18.10.07, 10:04h

    Vor kurzem überreichte Oberbürgermeister Ernst Küchler dem Investor „ECE Projektmanagement GmbH“ als symbolischen Akt den Schlüssel zum Rathaus und Stadthaus.

    Ich stehe der Konstruktion des modernen Einkaufszentrums unter Leitung der Bauherren von ECE zwiespältig gegenüber. Sicherlich ist die derzeitige Gestaltung der Stadtmitte trist und langweilig. Außerdem orientieren sich zunehmend mehr Kunden in Richtung Köln bezüglich des Einkaufens. Es wäre also auf den ersten Blick durchaus positiv, mit diesem neuen Projekt für Ende 2009 die Innenstadt neu zu beleben, die Marktauswahl zu erweitern und für 950, zum großen Teil neue Arbeitsplätze zu sorgen. Weitere Beispiele ähnlicher ECE-Projekte wie in Düren, dem die Einwohner zunächst auch skeptisch gegenüber standen, oder mit den Colonaden am Kölner Hauptbahnhof haben bewiesen, dass solch ein Projekt sehr erfolgreich sein kann und die Wirtschaft im Raum Leverkusen ankurbeln könnte. Andererseits gibt es für mich aber auch zwei ungewisse Punkte.

    Zum einen sollte sichergestellt werden, dass vor allem örtliche Händler einen Großteil der Plätze in dem Center bekommen, zum anderen sollten die entstehenden Geschäfte den Markt vor allem ergänzen und Verbraucherlücken füllen, anstatt mit den bereits existierenden Angeboten zu konkurrieren. Denn dies könnte dann für alteingesessene Händler schnell zur Existenzbedrohung werden. Als Querverweis möchte ich auf den Stadtteil Opladen hinweisen, in dem es zeitweilig (zu) viele konkurrierende Geschäfte, beispielsweise Buch- oder Sportläden, auf relativ kleinem Raum gab und gibt, was im Verlaufe der Zeit auch zu Geschäftsaufgaben oder Insolvenzen führte. Des weiteren sollte neben dem architektonischen Aspekt auch die Natur in Leverkusen nicht ganz aus dem Auge verloren werden.

    Hier bietet sich dem neuen Projekt durchaus die Chance, den von vielen Einwohnern lang ersehnten Spagat zwischen lebendiger Natur und kühler Einkaufsatmosphäre zu schaffen. Sollte all dies gelingen, stünde ich dem Projekt durchaus positiv gegenüber, doch zur Zeit sind zu viele Dinge unklar oder noch nicht öffentlich gemacht, als dass ich mir ein klares Pro- oder Kontra-Statement erlauben möchte.

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  • Begegnungen mit der großen Politik


    Ein Tag als Europaabgeordneter

     

    Mitte Oktober hatte ein Junge-Zeiten-Mitglied Gelegenheit, an dem Projekt "Euroscola" des Europäischen Parlaments in Straßburg teilzunehmen.

     

    Dieses Projekt richtet sich seit dessen Einführung 1989 hauptsächlich an Schulklassen der gymnasialen Oberstufe in Deutschland und entsprechende Schulformen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und dient dem Zweck, den Jugendlichen den europäischen Gedanken des Zusammenhalts zu vermitteln, sowie gemeinsam über die EU und ihre Projekte zu diskutieren. Zudem sollen durch direkte Gespräche mit Abgeordneten Grundkenntnisse über die Europäische Integration vermittelt werden.

    Die Teilnehmer aus den Französischkursen der Jahrgangstufen 11 und 12 unserer Schule hatten sich bereits im Voraus mit den einzelnen Themenfeldern des Projektes beschäftigt und bereits im Vorfeld ein interessantes Treffen mit dem Politiker Herbert Reul, einem in Leichlingen lebenden Abgeordneten im Europäischen Parlament, der unter anderem ordentliches Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie ist. Er verschaffte uns bereits interessante und authentische Einblicke in seine Arbeit. Da am ersten sowie letzten Tag unseres Aufenthalts die Erkundung der Stadt Straßburg auf dem Programm stand, trafen wir am Donnerstag Morgen am Europäischen Parlament ein.

    Aufgrund der unplanmäßigen Überlänge des Einlasses sowie Frühstückes, hatten wir die Gelegenheit mit Schülern anderer Nationen erste Kontakte zu knüpfen; insbesondere mit den Vertretern unserer Partnerschule Saint Erembert in Saint Germain-en-Laye (nahe Paris), auf deren herzliche Einladung hin wir überhaupt erst zu diesem Programm gestoßen waren.

    Im Anschluss gab es eine Versammlung im großen Plenarsaal, bei der ich die Ehre hatte, meine Schule vor versammelter Mannschaft kurz zu präsentieren. Im Anschluss an die Präsentation wurde der Aufbau und die Funktion des Europäischen Parlamentes von einigen Abgeordneten erklärt und es durften Zwischenfragen gestellt werden. Die Politiker antworteten zumeist knapp und verständlich, wobei die Frage nach der Trennung der Sitze in Brüssel und Straßburg und den damit verbundenen hohen Fahrtkosten der Abgeordneten,  eher auf wenig Gegenliebe stieß und auch nicht wirklich beantwortet wurde. Danach gab es ein kurzes Mittagessen, bei dem ich viele französische Schüler kennen lernte und es kam zu herzlichen und interessanten Gesprächen. Dann nahmen wir alle noch am Spiel „Eurogame“ mit diversen Fragen bezüglich Politik und Geographie teil, wobei die Nationen in Vierergruppen vertreten sein mussten und erneut der französisch-deutsche Kontakt intensiviert wurde. Im Anschluss an den ersten Teil des Spiels ging es aber zunächst zurück in den Plenarsaal, wo die Schüler in sechs Themengruppen unterteilt wurden.

    Themenvielfalt

    Ich beschäftigte mich vor allem mit dem Thema der Dynamisierung Europas, weitere Themen waren Demokratie und Zukunft Europas, Umwelt, Transport und Energie, Kultur, Sozialpolitik und Arbeitsplätze. Ich wurde in meiner Gruppe sogar zum "Präsidenten" gewählt, leitete die Diskussion ein, nahm Wortmeldungen entgegen und musste einige Male all zu abschweifende Einwürfe unterbrechen, um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen. Ein weiterer französischer Schüler hielt die Ergebnisse der Debatte schriftlich fest. Nach rund anderthalb Stunden präsentierten die Gruppen im Plenum ihre Ergebnisse, wobei der jeweils gewählte "Präsident" kurz in das Thema einführte und der Assistent oder Berichterstatter die konkreten Ergebnisse vortrug. Der jeweilige "Präsident" musste auch auf Fragen, Anregungen oder Kritik des Publikums antworten, und im Anschluss wurde für oder gegen die erläuterten Vorschläge und Ideen abgestimmt.

    Diese Erfahrung, für einen Tag Abgeordneter im Europäischen Parlament zu sein, war enorm aufschlussreich und interessant. Gegen Ende bekamen wir, leider etwas unpersönlich, ein „Euroscola-Diplom“ überreicht, in welches wir unseren Namen selbst eintragen mussten. Umso herzlicher war jedoch der Abschied von unserer französischen Partnerschule, mit der wir versuchen werden, im nächsten Jahr einen Schüleraustausch zu organisieren. Insgesamt war das "Euroscola"-Programm sehr gelungen. Ich kann den zukünftigen Schülergenerationen nur wünschen, dass sie das Privileg haben werden, in einigen Jahren selbst an der nächsten Ausgabe dieses horizonterweiternden Projekts teilzunehmen.  

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  • Glanz und Elend

    Sankt Petersburg hat zwei Gesichter

    Eine Woche zwischen Luxus und Armut, Faszination und Korruption.

     

    Kaum eine Reise hat mich so geprägt wie ein einwöchige Schulausflug mit dem Werner-Heisenberg-Gymnasium nach Sankt Petersburg. Auf der einen Seite ist die Stadt sehr faszinierend und kulturell reich. Viele Dichter und Denker kommen hierher und es gibt viele historische Gebäude. Das kolossale Eremitage ist beispielsweise eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt und muss sich hinter dem Louvre nicht verstecken. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Peter-und-Paul-Festung, die sich auf einer Insel des Stadtflusses Newa befindet ,und bei deren Bau Hunderte von Zwangsarbeitern sterben mussten, sowie der eherne Reiter auf dem Senatsplatz, der den legendären Zar Peter den Großen darstellt. Im krassen Gegensatz hierzu stehen die Vororte dieser schillernden Innenstadt. Dort herrscht Armut und es ist sehr dreckig. Unsere damalige Schülergruppe hauste in einem etwas heruntergekommenen Hochhaus in einem Vorort, wo wir auf engstem Raum zu viert schlafen mussten und die Türen zu den verdreckten Balkonen mit Klebebändern notdürftig verschlossen waren. Ein großes Thema ist die Kriminalität und Korruption in der Stadt. Es gibt in der Innenstadt zahlreiche Schwarzmärkte, sowie auch beispielsweise CD-Läden, in denen mehr als die Hälfte der Waren zum Teil billige Raubkopien sind. An Bahnhöfen werden brandneue oder noch gar nicht veröffentlichte Computerspiele oder Kinofilme für umgerechnet rund fünf Euro verkauft. Den Vogel abgeschossen haben aber die russischen Kriminalbeamten. Nachdem ich und zwei weitere Mitschüler in den unterirdischen, zum Teil mit diversen Statuen und Ornamenten verzierten, Metrostationen einige Fotos geschossen hatten, rannten direkt zwei Beamte auf uns zu, ließen nur unseren Dolmetscher mit uns gehen und führten uns in einen Raum, in dem neben einer Art Ausnüchterungszelle ein billiger Arbeitstisch stand. Nachdem unsere Reisepässe genau überprüft worden waren und wir unser Unwissen über das Fotografieverbot beteuert hatten, sollten wir eine Strafe von etwa einhundert Rubel bezahlen.

    Da wir unser Geld aber noch nicht getauscht hatten, wollten die Polizisten dann einige Euros haben. Damit konnten wir uns ohne weitere Folgen freikaufen. Dies ist übrigens nur eines von diversen Beispielen der Korruption der dortigen Beamten. Wer jetzt denkt, dass die Sankt Petersburger Bevölkerung lediglich arm und korrupt sei, hat jedoch nicht Recht. So machten die russischen Soldaten, in deren Viertel wir abends immer ins Restaurant gingen, freudestrahlend einige Fotos von uns mit Soldatenmützen, die wir vorher auf dem Schwarzmarkt erworben hatten. Im Restaurant selbst bot uns die Kellnerin plötzlich Wodka an, da eine feiernde Gesellschaft uns einfach so einladen wollte. Zudem waren wir bei der Eröffnung eines russischen Jugendclubs dabei, wo wir mit einigen Jugendlichen ins Gespräch kamen.

    Alles in allem hat mich die Reise sehr begeistert. Ich durfte nicht nur viele prächtige Museen und Zarenpaläste bestaunen, sondern mich auch für Blinies, eine russische Teigspeise mit diversen Füllungen von Schokolade bis Hackfleisch und russischen Tee begeistern. Die obligatorische Soldatenmütze, sowie ein Schal des Fußballklubs Zenit Sankt Petersburg durften als Andenken auch nicht fehlen.

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  • Das Comeback der Kopfnoten

    Von LAURA LA MARCA SEBASTIAN KLUTH CAROLIN HINTZ ANNA-MARIA SONNENBERG JANINA STRANZ, 07.11.07, 16:27h, aktualisiert 07.11.07, 17:29h

    Die Kopfnoten - zu Beginn des neuen Schuljahres 2007/2008 wurden sie in NRW wieder eingeführt und sind nun fester Bestandteil der schulischen Bewertung. Altes scheint sich wohl bewährt zu haben, denn die Kopfnoten gibt es nicht erst seit diesem Schuljahr.

    BILD
     

    Ich bin grundsätzlich für die Einführung der Kopfnoten, da so vielleicht, vor allem bei jüngeren Schülerinnen und Schülern, auf deren Arbeits- und Sozialverhalten noch positiv Einfluss genommen werden kann. Vor allem bezüglich eines Abschlusszeugnisses oder Bewerbungsschreibens für ein Praktikum kann eine solche zusätzliche Note auch für Schüler vorteilhaft sein, die vielleicht einige Leistungsschwächen haben, dafür aber engagiert und kooperativ sind.

    Jedoch kann die bloße Einführung eines entsprechenden Gesetzes, welches auch mit dem Vermerk unentschuldigter Fehlstunden und der Möglichkeit, besondere Leistungen im inner- und außerschulischen Bereich nach Wunsch zu vermerken, daherkommt, alleine noch nicht viel bewirken. Vielmehr sollte hier die Möglichkeit genutzt werden, diese Noten und Vermerke durch konkrete Begründungen und Beschreibungen mit Verbesserungsvorschlägen zu versehen, auch wenn dies für das Lehrpersonal einen zusätzlichen Arbeitsaufwand darstellt. Wichtiger als die Notengebung selbst sollten jedoch persönliche Gespräche mit den zu Beurteilenden sein. Daher sollten zukünftig Instrumente geschaffen werden, die gerade schwerer erziehbaren Schülern aus zerrütteten Familienverhältnissen helfen können. Des weiteren sollten alle Lehrer eines Schülers an einem Vorgespräch teilnehmen, da ein Schüler in seinem Lieblingsfach durchaus ungeheures Engagement zeigen kann, während er in einem weniger geliebten Fach oft resigniert und / oder dort seine Hausaufgaben vernachlässigt. Wie vom Schulministerium vorgeschrieben, könnte der Notenvorschlag zunächst vom Klassenlehrer oder Lehrer eines Leistungskurses kommen. Sehr wichtig ist es aber auch, die Schüler über die neuen Regelungen und ihren Zweck zu Beginn des Schuljahres zu informieren, was in einigen Schulen sträflich vernachlässigt wurde. Schüler müssten zudem bereits vor der Notengebung auf eventuelle Schwächen im Einzelgespräch konkret hingewiesen werden.

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