• Genre: Ambient / Folk / Black Metal
    Label: Eigenproduktion
    Spielzeit: 11:06
    Band homepage: -

    Tracklist:

    1.     

    1. بحر الأحلام
    2. Épilogue D'une Existence De Cryssthal (MORTIFERA Cover)

     

    Molodost - بحر الأحلام

    Nach dem wirklich erschreckend schwachen und unverständlicherweise doch sehr stark abgefeierten Debüt „Shades at Salvation Borders“ des Ein-Mann-Projektes MOLODOST um Raed Abu Saleh, hat dieser rasch mit einer neuen Demo nachgelegt, die sich grob mit „See der Träume“ übersetzen ließe. Dieser zweite Streich klingt gleich einmal viel mehr aus einem Guss und weniger amateurhaft und chaotisch als die ersten Stücke. Sogar die Klang- und Produktionsqualität ist etwas stärker geworden.

    Musikalisch geht das Hauptstück sogar ziemlich neue Wege. Die metallischen Passagen sind fast völlig verschwunden und machen sehr introvertierten folkloristischen Passagen Platz, die von Meeresrauschen untermalt sind. Dazu kommen aber wieder etwas amateurhaft Erzählpassagen, die eher Atmosphäre aus dem Stück herausnehmen, als dazu bringen, auch wenn der arabische Text atmosphärisch-poetisch angedacht ist. Die einzelnen ruhigen und folkloristischen Momente wirken noch ein bisschen zusammenhangslos, sind in sich aber schlüssiger und auch progressiver als die ersten Lieder des Projektes. Die einzelnen Passagen sind manchmal auch etwas langatmig und hätten auch in einen Umfang von etwa fünf Minuten besser gepasst.

    Man kann hier tatsächlich ein gewisses progressives Potenzial erkennen, das mit der ursprünglichen schwarzmetallischen Ausrichtung aber nur wenig bis gar nichts zu tun hat. Kritiker und Zweifler der ersten Veröffentlichung dürfen also durchaus ein Ohr riskieren, denn man bietet uns hier ein atmosphärisches, durchdachtes und vielfältiges Titelstück, auch wenn noch längst nicht alles Gold ist, was hier glänzt. Immerhin folgt auf eine Bewertung von 0,5 nun eine von 5,0, was mich selbst positiv überrascht hat. Wenn es so weiter geht, gelingt dem Projekt womöglich noch einmal ein unerwarteter Geniestreich im noch jungen Jahr 2013. 

    Obendrauf gibt es bei dieser Veröffentlichung übrigens noch eine solide, aber insgesamt unspektakuläre Coverversion von MORTIFERA, die man sich auch hätte schenken können.

    (Online 17. Februar 2013)

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  • Genre: Ambient / Black Metal
    Label: Eigenproduktion
    Spielzeit: 27:26
    Band homepage: -

    Tracklist:

     

    1. Thorn of Abandonment
    2. Diaries of a Forgotten Raven
    3. Walls of the Asylum
    4. Shades at Salvation Borders
    5. Móti Ragnarokum (BURZUM Cover)

     

    Molodost - Shades at Salvation Borders

    Dieses seltsame Ambient Black Metal Projekt aus Libanon wirkt auf den ersten Blick exotisch, stellt sich aber schnell als so schlecht heraus, dass es fast schon schmerzt.  

    Die grottenschlechte Pseudo-Underground-Produktion könnte man ja noch einigermaßen verschmerzen, wenn sie denn ein wenig Atmosphäre aufbauen würde, was aber nur ganz selten der Fall ist.

    Die Lieder werden von schlechten Ambient-Versatzstücken dominiert, die klingen, als seien sie mit dem schlechtesten Keyboard und mit Hilfe des ältesten Computersoundprogrammes vollkommen willkürlich überhaupt erstellt worden. Das klingt nicht nur künstlich, sondern auch völlig lächerlich. Diese langsamen und mit viel gutem Willen vielleicht als naturinspiriert zu bezeichnenden Passagen treffen dann auf schnellere Momente, bei denen ein Schlagzeug alles in den Boden walzt ohne dabei irgendein Rhythmusgefühl zu besitzen. Dieses Gedresche klingt völlig emotions- und talentlos und geht höllisch auf die Nerven. Die anderen Instrumente sind so unauffällig oder schlecht programmiert, dass man sie weder voneinander entscheiden, noch irgendwie beschreiben könnte.

    Das schlimmste kommt dann aber in Form des Gesang, der mich an einen hysterisch krächzenden Raben in einem Sarg erinnert. So etwas Schlechtes habe ich wirklich noch nie gehört, dagegen klingt sogar das kultig-schlechte Projekt ZARACH BAAL THARAGH klasse und die schlechtesten Alben BURZUMS, welche diesen Schund wohl inspiriert haben, herausragend. Die Texte sind völlig unverständlich und man muss die Sprache schon irgendwie raten. Angeblich soll es laut des Künstlers in den sehr persönlichen Texten um Natur, Nostalgie, Krankheit und Menschenhass gehen, aber ich höre immer nur diesen verrückten Raben, der durch irgendwelche apokalyptischen Naturlandschaften flattert.

    Unter dem Strich kann es für dieses Machwerk eigentlich nur eine Note geben, aber da es auf slapstickartige Weise doch ein paar Bilder beim Hören in meinem Kopf hervorruft, gebe ich doch noch einen halben Ehrenpunkt, denn ein ganzer wäre dann auch schon zu viel des Guten. Trotz des Hypes um dieses Projekt und zahlreichen Reviews kann ich nur dringend raten dieses Machwerk zu übergehen, denn es ist wirklich mit das Schlechteste, was ich je hören durfte oder musste.

    (Online 14. Februar 2013)

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  • Genre: Progressive Metal / Industrial Metal / Thrash Metal
    Label: Metal Scrap Records
    Spielzeit: 34:34
    Band homepage: -

    Tracklist:

    1. When You Were Still Alive
    2. B.B.B.P.
    3. Dreams of Luther
    4. Jaguar
    5. It’s Just Bleeding
    6. Interview with the Beast
    7. For Nobody but Me
    8. World Blood of History

     

    United Mind Club - World Blood History 
    Ich habe mir das Debütalbum “World Blood History” der russischen Formation UNITED MIND CLUB inzwischen mindestens sechs Mal angehört und habe immer noch keinen Schimmer, was diese Band dort überhaupt fabriziert hat. Aber ich weiß, dass es absolut einzigartig klingt und dies ein positives Element ist. Beschrieben wird die Band mal als Progressive Thrash Metal Band, dann wiederum eher als Industrial Metal Formation. Es stimmt, dass die Band all diese Elemente beinhaltet und miteinander verknüpft, dabei aber etwas völlig Neues erschafft, das oftmals vollkommen unerwartet erscheint, sich aber verblüffend schnell in den Gehörmuscheln einschmeichelt. Mit jedem weiteren Durchlauf wächst dieses aberwitzige Album, das nur knapp über dreißig Minuten lang ist, dafür aber keine Sekunde vergeudet und eine Idee nach der Anderen abschießt. Für Puristen mag das Ganze zu hektisch klingen, aber Fans einer etwas avantgardistischeren und experimentierfreudigeren Ausrichtung dürften hier durchaus auf ihre Kosten kommen. Mehr noch, dieses Album klingt absolut eigenständig und frisch, wie kaum ein zweites und darf sich daher durchaus als Meilenstein bezeichnen lassen.

    Die Band verwendet ein ganzes Potpourri an verrückten Ideen. So bietet man melodisch stampfende Elektrobeats, die auch in der alternativen schwarzen Szene auf sehr guten Anklang stoßen dürften. Auf der anderen Seite ist die Gitarrenarbeit aber ebenfalls beachtlich. Hier bietet man ebenfalls geradezu alles von etwas langsameren Doom Metal Riffs über melodischere Momente bis hin zu schnellen Thrash Metal Passagen. Die Rhythmussektion folgt dieses Wechseln spielend leicht, offenbart dabei aber eben auch großes spielerisches Talent. Dazu kommt dann ein ungewöhnlicher Gesang, der mal bedrohlich geflüstert oder gesprochen daher kommt, dann wiederum mit Effekten verzerrt und sehr dystopisch erscheint oder aber auch mal etwas extremer klingt, wenn brutalere Noten angeschlagen werden, was sehr selten, aber immer ausgesprochen effizient passiert.


    Hier irgendein Stück herauszuheben ist wahrlich kein einfaches Unterfangen, aber ich möchte dennoch ein paar Hörbeispiele liefern. So klingt das eröffnende Instrumentalstück „When You Were Still Alive“ fast schon nach einer Arbeit des genialen Multiinstrumentalisten SENMUTH. Das danach folgende „B.B.B.P.“ enthält dann sehnsüchtige Gitarrenriffs und vorderasiatische Folklore, die am ehesten noch an ARKAN erinnert. Trotz der experimentierfreudigen Ausrichtung ist das Lied aber eben eingängig und geht sowohl ins Blut, als auch ins Ohr.


    Mein Lieblingsstück auf dem Album ist bislang aber „Jaguar“. Es vereint fast all die Elemente, die ich oben beschrieben habe: atmosphärische bis tanzbare elektronische Spielereien, industriell geprägte Gitarrenriffs, epische Keyboardpassagen, majestätische Chöre sowie abwechslungsreicher und düsterer Gesang irgendwo zwischen knurrigem Flüstern und leicht robotischer Melodik im fantastischen Refrain. Ähnlich abwechslungsreich gerät auch das abschließende „World Blood Of History“, wo die Band noch einmal alle Register ihres Könnens zieht.


    Unter dem Strich bleibt hier also eine absolute Antest-und Kaufempfehlung für all diejenigen, die auf etwas avantgardistischere, extrovertiertere und ideenreiche Musik stehen und sich noch die Zeit nehmen ein Album in Ruhe zu Hause über Kopfhörer und Anlage zu genießen und nicht schnell auf dem Weg zwischen Bus und Bahn konsumieren. Für mich ist dieses Werk sicherlich ein spät entdecktes Meisterwerk des Metaljahres 2012.

    (Online 2. Februar 2013)

     

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  • Genre: Black Metal
    Label: Pest Productions
    Spielzeit: 24:55
    Band homepage: -

    Tracklist:

    1. Antimatter
    2. Foghymn
    3. The Wooden Sphere

     

    Vallendusk - s/t 

    Indonesien ist derzeit wohl das Land schlechthin für Brutal Death Metal und Grindcore, denn derzeit schießen solche Bands dort wie in Scharen aus ihren Löchern. Dabei gibt es auch andere Spektren der harten Musik in dem exotischen Land. So sahen zuletzt auch immer mehr Gothic Metal Bands das Unlicht der diesseitigen Welt. Zudem hat das Land eine nicht zu unterschätzende kleine Black Metal Szene und aus der kommt auch die Gruppe mit dem schönen Namen VALLENDUSK aus Jakarta, die heute vorgestellt wird.

    Angepriesen wird die Gruppierung als Post Atmospheric Black Metal, aber ich werde die Ausrichtung einmal etwas verständlicher formulieren. Das Quartett spielt leicht progressives melodisches Schwarzmetall der Extraklasse und ist dabei besonders von Naturthematiken inspiriert, was sich im Cover, in den Texten und auch in den ruhigen musikalischen Passagen wiederspiegelt. Letztere gehen manchmal gar ganz dezent in Richtung Neofolk.

    Mit ihrer ersten EP hier liefert die Gruppierung im Jahr 2012 schon ein schönes Ausrufezeichen ab und im März diesen Jahres 2013 soll auch ein Studioalbum namens „Black Clouds Gathering“ folgen. Der EP nach zu urteilen, braut sich da also etwas sehr intensives zusammen.

    Musikalisch bietet die Gruppierung einen spannenden Kontrast aus ruhigen Akustikgitarrenklängen und schnelleren Passagen voller überbordender Emotionen. Diese sind nicht mal unbedingt depressiv oder negativ, sondern klingen sehr emotional, naturverbunden und manchmal gar optimistisch-harmonisch. Auch sonst bedient die interessante Bands wenige Klischees und präsentiert ihre Musik mit einer erstaunlich differenzierten und klaren Produktion. Da hört man gar heraus, dass die vier Musiker ihre Instrumente recht gut beherrschen und ein starkes melodisches Riff nach dem Anderen abschießen. Diese Riffs sind die Leitfäden der drei Stücke und werden sowohl in den ruhigeren Momenten, als auch in den erbarmungsloseren Passagen beibehalten. Dabei ist der Gesang nie zu sehr im Vordergrund und auch das rasante Schlagzeug integriert sich ins Klangbild ohne es zu dominieren. Da hat die junge Band schon ganz viel richtig gemacht, denn an diesen Anfängerfehlern scheitern sonst so einige vielversprechende Gruppierungen, auch wenn die letzten verbliebenen Puristen immer noch gesteigerten Wert auf das dreckige Garagenambiente legen, obwohl Black Metal inzwischen so viel mehr kann.

    Wer also auf eine Mischung aus AGALLOCH, OPETH und ULVER in den ruhigeren Momenten und vielleicht eher auf THORMESIS, PUTAMEN INSULA oder 1349 in den härteren Passagen steht, der sollte diese Band, die auch gerne mal mit WOLVES IN THE THRONE ROOM verglichen wird, nicht verpassen. Die Gruppierung kommt zwar aus einem exotischen Land, orientiert sich aber klar an den Vorbildern aus Europa und Nordamerika und dürfte daher gerade den dortigen Fans auch gefallen. Mit ein bisschen Glück und einer guten Vermarktung entwickelt sich aus VALLENDUSK möglicherweise gar ein richtiger Exportschlager.

    Wer neugierig gewordne ist, kann sich alle drei Lieder der EP in ungekürzter Länge und umsonst hier anhören und wartet dann vielleicht ähnlich sehnsüchtig wie ich auf ein Debütalbum in voller Länge bei dieser talentierten Gruppierung: 

    http://pestproductions.bandcamp.com/album/vallendusk

    (Online 1. Februar 2013)

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  • Genre: Folk
    Label: Eigenproduktion
    Spielzeit: 24:17
    Band homepage: -

    Tracklist:

    1. The Wandering Rain
    2. Early Morning
    3. Beside The Lake
    4. Falling Autumn
    5. Sound Through Buried Forest
    6. Nightfall
    7. Twilight Mizzle

     

    Raflum - Forgotten Woods In Autumn's Silence 

    RAFLUM ist ein chinesisches Einmannprojekt aus dem schönen Sichuan, dessen Musik man als Ambient oder Neofolk einordnen kann. Wer die ruhigeren Momente von Gruppierungen wie ALCEST, DORNENREICH, EMPYRIUM, NEBELUNG, ULVER oder VAIL mag, der wird dieses Werk vergöttern. Nach der Bandgründung im Jahr 2009 und einer sehr schönen Demo mit verschiedenen, persönlichen Aufmachungen und Zeichnungen aus dem Jahr 2010 ist dem Projekt um Musiker Han mit dieser ersten regulären EP im Herbst 2011 ein fantastisches Kleinod gelungen. Die EP umfasst sieben Stücke und ist in ihrer physischen Form auf 300 Stück limitiert. Damit diese magische Musik aber noch mehr Menschen zu hören bekommen, hat man das Album in voller Länge auch ins Weltnetz gestellt, aber dazu später mehr.

    Die hier vorliegende EP trägt den wunderschönen Namen „Forgotten Woods In Autumn's Silence“, was so viel bedeutet wie „Vergessene Wälder in der Stille des Herbstes“. Dieser Titel ist sehr visuell und steht perfekt für die Musik der sieben Stücke.

    Die Lieder sind dominiert von melancholisch-melodischen Akustikgitarrenklängen. Dazu kommen sanfte Trommeln, verspielte Flötensoli und ein paar dezente und manchmal mehr zu erahnende als zu hörende Streicherpassagen. Dabei klingen die Instrumente universell und zeitlos, es handelt sich also scheinbar nicht um typisch chinesische Instrumente, die ja auch ihren Reiz haben, wie ich mit dem Entdecken von Bands wie HANGGAI oder in einer härteren Variante auch bei EGO FALL oder VOODOO KUNGFU festgestellt habe. Somit könnte diese Art von Musik durchaus auch aus Europa oder Nordamerika kommen. Abgerundet wird das Gesamtwerk von Naturgeräuschen. So hört man mal sanft fallenden Regen, dann ein dunkles Donnern oder Grollen oder auch das Rauschen von Blättern im Wind. So wird der Herbst bei diesem Hörerlebnis lebendig und man kann von einem richtigen Kopfkino sprechen. Auch wenn selbiges oft als dunkle beschrieben wird, empfinde iche s eher als friedlich und gar optimistisch. Der Musiker scheint völlig im Einklang mit sich und der Welt und vor allem mit ihrer Natur zu sein. Abgesehen von einer Ausnahme, bei der man ein geheimnisvolles männliches Murmeln hört, ist dieses Kurzalbum übrigens komplett akustisch gehalten.

    Unter dem Strich bleibt hier ein kurzes, aber intensives und vor allem zeitlos schönes musikalisches Erlebnis für all diejenigen, die sich gerne mit dem aufblühenden Genre des Neofolks beschäftigen möchten. Wer diese Art von Musik noch gar nicht kennt, dem empfehle ich wärmstens die vor zwei Jahren erschienene Kompilation „Whom the Moon A Nightsong Sings“, bei der ich gar die Höchstpunktzahl zücken würde. Für alle Neugierigen und Ungeduldigen empfehle ich den folgenden Link, unter dem man die EP von RAFLUM kostenfrei und in voller Länge erleben kann:

    http://pestproductions.bandcamp.com/album/forgotten-woods-in-autumns-silence

    (Online 31. Januar 2013)

     

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